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    Russland plant vorerst keine Anleihen auf Außenmärkten - Kudrin (Zusammenfassung)

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    LONDON, 04. Februar (RIA Novosti). Russland hat einstweilen keine Pläne, Geld auf Außenmärkten zu leihen, und wird sein Haushaltsdefizit aus dem Reservefonds decken.

    Das sagte der russische Vizeregierungschef und Finanzminister Alexej Kudrin am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in London nach Konsultationen mit britischen Finanzexperten.

    Der russische Haushalt wird 2009 zum ersten Mal seit zehn Jahren voraussichtlich ein Defizit aufweisen. Der Grund dafür ist der dramatische Preisverfall bei Erdöl, aus dessen Export Russland einen Großteil seiner Valutaeinnahmen erwirtschaftet.

    Am Mittwoch hatte die Ratingagentur Fitch die Bewertung Russlands von "BBB+" auf "BBB" abgestuft. Der Ausblick blieb bei "negativ". Das Landesrating wird unter anderem bei der Festlegung von Kreditzinsen berücksichtigt.

    Darauf angesprochen, für wie lange die russischen Reserven ausreichen, sagte Kudrin, alles werde vom (Budget-)Defizit und vom Sanierungstempo in der russischen Wirtschaft abhängen. "In nächster Zeit soll das Finanzministerium einen Nachtragshaushalt erstellen, dem ein jahresdurchschnittlicher Ölpreis von 41 US-Dollar je Barrel zugrunde liegt. Dann werden wir genauer wissen, für wie lange unsere Reserven ausreichen."

    Kudrin erinnerte daran, dass für die Währungsreserven die Zentralbank zuständig ist, während der Reserve- und der Wohlfahrtsfonds vom Finanzministerium verwaltet werden. Zuvor hatte der Minister mitgeteilt, dass das Haushaltsdefizit in Russland 2009 voraussichtlich bei rund sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen wird.

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