20:55 17 Oktober 2017
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    Lehren aus Gaskrise: Mechanismus zur Diversifizierung der Energielieferungen nötig - MEHR

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    MOSKAU, 05. Februar (RIA Novosti). Laut dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew müssen aus der Gaskrise vom Januar, bei der mehrere europäische Länder wegen der Einstellung des Gastransits durch die Ukraine ohne Gas geblieben waren, Lehren gezogen werden.

    "Wir haben darüber beraten, welche Lehren aus der Gaskrise zu ziehen sind. Hier muss ein moderner internationaler Mechanismus entwickelt werden, der der Verhinderung derartiger Situationen und der Diversifizierung der Energielieferungen dient", sagte Medwedew am Donnerstag im Kreml zu Beginn seiner Verhandlungen mit dem bulgarischen Präsidenten Georgi Parvanov.

    Er meine damit das South-Stream-Projekt, verdeutlichte der russische Staatschef.

    Die russischen Gaslieferungen, darunter auf den Balkan, waren am 6. Januar abgebrochen, nachdem der ukrainische staatliche Gasversorger Naftogas Ukrainy die auf ukrainischem Territorium verlaufenden Transitpipelines verriegelt hatte.

    Der Transit wurde am 20. Januar auf der Grundlage einer Vereinbarung zwischen den Regierungschefs Russlands und der Ukraine, Wladimir Putin und Julia Timoschenko, wieder aufgenommen.

    Im Januar wurden in Bulgarien Einschränkungen für den Gasverbrauch eingeführt, die mehr als 350 Großunternehmen betrafen. Weitere 44 größere Produktionsstätten mussten stillgelegt werden. Die bulgarische Regierung hat die Verluste durch die ausgefallenen Gaslieferungen auf 250 Millionen Euro geschätzt.

    Das Projekt für den Bau der Gaspipeline South Stream über den Schwarzmeerboden nach Süd- und Mitteleuropa wird von der russischen Gasholding Gazprom zur Diversifizierung der Exportrouten für Erdgas umgesetzt. Die geplante Transitkapazität der Pipeline beträgt 31 Milliarden Kubikmeter im Jahr und soll um 16 Milliarden Kubikmeter vergrößert werden.

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