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    Turkmeniens Präsident zu Nabucco-Gipfel in Prag eingeladen

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    BRÜSSEL, 06. Februar (RIA Novosti). Der turkmenische Präsident Gurbanguly Berdymuchamedow ist zum Gipfel der Teilnehmerländer am Bauprojekt der europäischen Nabucco-Gaspipeline eingeladen. Das Gipfeltreffen findet am 7. Mai in Prag statt, teilte eine diplomatische Quelle am Freitag der RIA Novosti mit.

    Der Quelle zufolge wird die Teilnahme Turkmeniens am Nabucco-Projekt als potentieller Erdgaslieferant am 13. Februar während des Besuches des tschechischen Premiers Mirek Topolanek, der auch EU-Ratspräsident ist, in Turkmenien erörtert.

    Auf dem Gipfel in Prag soll ein Regierungsabkommen über die Umsetzung des Nabucco-Projektes unterzeichnet werden.

    Das Projekt, an dem insgesamt 15 Länder teilnehmen, sieht die Verlegung einer Erdgasleitung über Aserbaidschan, Georgien und die Türkei und dann über Bulgarien, Ungarn, Rumänien und Österreich vor. Die geplante Pipeline soll an die bereits fertig gebaute Strecke Baku-Tiflis-Erzurum angeschlossen werden, um das mittelasiatische und kaspische Erdgas an Europa zu liefern.

    Es wird bereits seit Jahren über das Nabucco-Projekt verhandelt. Der Stein des Anstoßes sind dabei die fehlenden Garantien für das Befüllen der Rohrleitung. Bis jetzt sind die Erdgasquellen dafür nicht festgelegt worden. Iran ist wegen möglicher internationaler Sanktionen gegen dieses Land unzuverlässig und Turkmenien bevorzugt es, sein Erdgas an Russland und China zu verkaufen. Zudem ist die Menge der turkmenischen Erdgasvorräte nicht bekannt. Ein anderes Problem hängt mit dem Gastransit zusammen.

    Experten führen die Belebung des Verhandlungsprozesses auf die russisch-ukrainische Erdgaskrise zurück.

    Für den Pipelinebau wurde das Konsortium Nabucco Gas Pipeline International GmbH gegründet. Mit Anteilen von je 16,67 Prozent nehmen daran die Unternehmen OMV Gas & Power GmbH (Österreich), MOL (Ungarn), Bulgargaz (Bulgarien), Transgaz (Rumänien), Botas (Türkei) und RWE Supply & Trading GmbH (Deutschland) teil.

    Die über 3 300 Kilometer lange Erdgasleitung soll eine Durchlasskapazität von 31 Milliarden Kubikmeter im Jahr haben. Der Bau soll bis 2013 abgeschlossen werden.

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