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    Estland nimmt internationale Umweltkonsultationen zu Nord Stream auf

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    TALLINN, 13. März (RIA Novosti). Das estnische Umweltministerium hat am Freitag den Beginn von Konsultationen mit den Staatsmachtorganen und der Öffentlichkeit über Unterlagen zur Einschätzung der Umweltauswirkung des Nord-Stream-Projektes bekannt gegeben. Das teilt der Pressedienst des Ministeriums mit.

    Nord Stream AG hatte bereits am vergangenen Montag einen Informationsbrief über den Beginn der offiziellen Prozedur der Beratungen an die Ostseeanrainer Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Lettland, Litauen, Polen und Schweden geschickt.

    Da die Gaspipeline nicht über die Wirtschaftsgewässer von Estland verlaufen wird, hat dieses Land nicht die Möglichkeit, die Baupläne direkt zu beeinflussen. Es kann jedoch den Nachbarländern, deren Gewässer die Gasleitung überqueren soll, seinen Standpunkt dazu darlegen.

    Die von der Nord Stream AG zur Verfügung gestellten Unterlagen zur Einschätzung der Umweltauswirkung der Pipeline sowie der finnische nationale Bericht zu diesem Thema sind auf der Webseite des estnischen Umweltministeriums zur öffentlichen Aussprache unterbreitet und können bis 10. Mai diskutiert werden.

    Diese Runde der internationalen Konsultationen soll am 8. Juni beendet werden.

    Das Umweltministerium bildet eine zehnköpfige Expertengruppe, die die offizielle Position Estlands zum Nord-Stream-Projekt formulieren soll.

    Die Gaspipeline Nord Stream soll vom russischen Wyborg bis nach Greifswald verlaufen uns so Russland mit der Europäischen Union verbinden. Der erste Strang der Gasleitung mit einer Gesamtlänge von rund 1220 Kilometer und einer Jahreskapazität von rund 27,5 Milliarden Kubikmeter soll im Jahr 2011 in Betrieb genommen werden. In der zweiten Phase des Projektes soll ein parallel verlaufender Strang die Kapazität der Gaspipeline auf 55 Milliarden Kubikmeter im Jahr vergrößern.

    Die russische Gasholding Gazprom hat einen Anteil von 51 Prozent an der Nord Stream AG. Die übrigen Aktien gehören den deutschen Unternehmen Wintershall Holding und E.ON Ruhrgas (je 20 Prozent) sowie dem niederländischen Gastransportunternehmen Gasunie (neun Prozent).