04:47 11 Dezember 2017
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    Streit um sowjetisches Erbe: Kreml spricht Ukraine Anspruch auf Auslandseigentum ab

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    MOSKAU, 09. April (RIA Novosti). Der oberste Hausverwalter des Kreml, Wladimir Koschin, hat die Ansprüche der Ukraine auf einen Teil des Auslandseigentums der ehemaligen Sowjetunion als widersprüchlich bezeichnet.

    "Was die Position der Ukraine betrifft, so haben wir es mit einer Sackgassensituation zu tun", sagte Koschin in einem Interview für die Zeitung "Tribuna", das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Dieses Eigentum gehöre Russland gemäß dem Abkommen, das beim Zerfall der Sowjetunion unterzeichnet worden war.

    Er verwies darauf, dass die Oberste Rada (Parlament der Ukraine) bisher das beim Zerfall der UdSSR unterzeichnete Abkommen nicht ratifiziert hat. Gemäß diesem Abkommen bekam Russland samt den Schulden der Sowjetunion auch ihr gesamtes Eigentum im Ausland.

    "Diese sogenannte Null-Variante war von allen anerkannt und ratifiziert worden. Aber danach hat die Ukraine darauf verzichtet", sagte der Geschäftsführer.

    "Heute ist die Situation paradox. Russland hat alle Schulden der ehemaligen UdSSR, inklusive auch den ukrainischen Teil, getilgt. Wir zahlen für den Unterhalt der Objekte. Kiew beansprucht jedoch weiter das Eigentum der ehemaligen Sowjetunion und behindert das Eintreten Russlands in die legitimen Eigentumsrechte", betonte er. Deswegen blieben die Objekte in einigen Ländern formal weiterhin Eigentum der nicht existierenden Sowjetunion.

    "Es ist zu einer Absurdität gekommen. In einem Land stellte die Ukraine bezüglich eines Eigentumsobjektes einen Antrag an das dortige Gericht, zu bestimmen, wem es gehört. Den Behörden dieses Landes reichte jedoch der politische Verstand aus, um zu erklären, dass dieses Objekt Russland gehöre", teilte Koschin mit.

    "Wir lösen diese Probleme allmählich mit jedem einzelnen Land", sagte er.