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    Neue Grube in Südkasachstan beginnt mit Uranförderung für Chinas Atomindustrie

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    ASTANA, 28. April (RIA Novosti). Die neue Urangrube Irkol mit einer Jahresleistung von 750 Tonnen Uran ist am Dienstag im Südkasachstan feierlich eröffnet worden. Das ist die erste Grube, in der der industriemäßige Uran-Abbau im Rahmen der kasachisch-chinesischen Zusammenarbeit im Atomenergiebereich begonnen hat.

    Der Betreiber der Grube ist das Gemeinschaftsunternehmen Semisbai-U. Das Projekt wird entsprechend dem Abkommen über die strategische Partnerschaft durchgesetzt, das vom Rohstoffkonzern Kazatomprom und der chinesischen Atomenergiegesellschaft CGNPC (China Guangdong Nuclear Power Co) geschlossen wurde, teilt der Pressedienst von Kazatomprom nach der feierlichen Eröffnungszeremonie mit.

    2009 sollen in der Grube Irkol erst 500 Tonnen Uran gewonnen werden, 2010 soll eine Projektleistung von 750 Tonnen im Jahr erreicht werden. Das Abkommen sieht den Uranabbau in der Irkol-Grube für die chinesische Atomenergiewirtschaft im Laufe von 25 Jahren vor. Insgesamt sollen in diesem Zeitraum 18 925 Tonnen Uran gefördert werden.

    Das Unternehmen Semisbai-U wurde im Dezember 2006 gegründet. Seine Aktienbesitzer sind seit Dezember 2008 die Kazatomprom AG und ihr Tochterunternehmen "Gornorudnaja kompanija" mit einem Anteil von 51 Prozent sowie das chinesische Unternehmen Beijing Sino-Kaz Uranium Resources Investment Compani Limited mit einem 49-Prozent-Anteil.

    Kazatomprom ist der kasachische Exporteur von Uran und Uranverbindungen, Seltenmetallen und Kernbrennstoff für Atomkraftwerke sowie von Sonderausrüstungen, Technologien und Industriestoffen für den militärischen und den zivilen Bereich.

    Kazatomprom nimmt den zweiten Platz in der Welt bei den Uranvorräten (nach Australien) und den vierten Platz nach dem Umfang der Urangewinnung ein.

    Das Unternehmen will die Urangewinnung bis 2010 auf 15 000 Tonnen im Jahr bringen. Damit würde es Spitzenreiter der weltweiten Uranindustrie werden.

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