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    Putin: Projekt Burgas-Alexandroupolis wird zügig vorankommen (Zusammenfassung)

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    Der russische Regierungschef Wladimir Putin zweifelt nicht daran, dass das Projekt der Ölpipeline Burgas-Alexandroupolis zügig vorankommen wird und die Interessen von Bürgern in der Bauzone strikt berücksichtigt werden.

    MOSKAU, 28. April (RIA Novosti). Der russische Regierungschef Wladimir Putin zweifelt nicht daran, dass das Projekt der Ölpipeline Burgas-Alexandroupolis zügig vorankommen wird und die Interessen von Bürgern in der Bauzone strikt berücksichtigt werden.

    "Natürlich werden wir die Interessen dieser Menschen berücksichtigen, die in den Gebieten wohnen, wo die Leitung verlegt wird", sagte Putin am Dienstag bei Verhandlungen mit seinem bulgarischen Amtskollegen Sergej Stanischew in Moskau. Russland werde sich von höchsten ökologischen Standards leiten lassen. Daran dürfte niemand zweifeln, versicherte er.

    "Das betrifft Aktivitäten sowohl in der Atomindustrie als auch in der Öl- und Gaswirtschaft ... Von der Realisierung dieser Projekte werden alle profitieren." Putin äußerte die Hoffnung Russlands darauf, dass Bulgarien auch weiter aktiv an gemeinsamen Projekten beteiligt sein wird.

    Betreiber des Projekts Burgas-Alexandroupolis ist die internationale Gesellschaft Trans Balkan Pipeline B.V., die am 7. Februar 2008 in Amsterdam eingetragen wurde. Durch die Pipeline Burgas-Alexandroupolis sollen künftg bis zu 50 Millionen Tonnen Rohöl im Jahr in Umgehung der überbelasteten türkischen Meerengen Bosporus und Dardanellen auf Märkte Süd- und Westeuropas gepumpt werden. Der voraussichtliche Wert des Projektes beträgt 1,2 Milliarden US-Dollar. Die Bauarbeiten dürften noch in diesem Jahr beginnen.

    Die Pipeline wird etwa 280 Kilometer lang sein, von denen 155 Kilometer auf bulgarischem und 125 Kilometer auf griechischem Gebiet verlaufen. In der Anfangsphase soll die Durchsatzkapazität der Leitung bei 35 Millionen Tonnen Öl im Jahr liegen.

    2007 hatten Russland, Bulgarien und Griechenland die Gründung der Projektfirma vereinbart. Daran übernimmt Russland 51 Prozent der Anteile. Jeweils 24,5 Prozent gehen an Griechenland und Bulgarien. Die russische Seite ist durch die Konzerne Transneft, Rosneft und Gazprom Neft (einst Sibneft) vertreten, die bereits das Pipeline-Konsortium Burgas-Alexandroupolis gegründet haben. Der griechische Anteil von 24,5 Prozent soll unter die Versorger Hellenic Petroleum und Thraki (23,5 Prozent) und die Regierung in Athen (1,0 Prozent) verteilt werden. Der bulgarische Anteil wird vom Projektunternehmen Burgas-Alexandroupolis BG kontrolliert, das von den staatlichen bulgarischen Konzernen Bulgargas Holding und Technoexportstroy ins Leben gerufen wurde.

    Vereinbarungsgemäß werden die Regierungen Bulgariens und Griechenlands die Verpflichtung eingehen, dem Unternehmen Steuervergünstigungen zu gewähren. Seinerseits garantiert die russische Seite die Auslastung der Leitung.

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