21:57 20 September 2017
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    Experten deuten Medwedews Haushalts-Thesen: „Bittet um kein Geld mehr“

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    MOSKAU, 25. Mai (RIA Novosti). Der Staat verzichtet auf neue Anti-Krisen-Subventionen - so deuten russische Finanzexperten die von Präsident Dmitri Medwedew am Montag angekündigten Sparmaßnahmen bei der Haushaltsplanung.

    „Das bedeutet: Bittet um kein Geld mehr. Es wird keine neuen Anti-Krisen-Maßnahmen geben, keine Subventionen mehr für die Betriebe wie AvtoVAZ, keine zusätzlichen Zuschüsse für den Banksektor. Das ist ein sehr wichtiges Signal“, sagte Oleg Wjugin, Aufsichtsratchef der MDM-Bank, am Montagnachmittag bei einem RIA-Novosti-Expertenforum.

    Subventionen hälfen nur bei einer kurzfristigen Krise, eine Industrietalfahrt zu verhindern. „Wenn die Krise aber drei Jahre dauert, nützen Subventionen nichts. Helfen würde der Einsatz von Managern eines neuen Typs, die unter solchen Verhältnissen arbeiten können“, so Wjugin.

    Auch Jewsej Gurwitsch, Chef des Expertenteams Economic Expert Group, äußerte, es gebe keine zusätzlichen Anti-Krisen-Maßnahmen mehr: „Das bedeutet eine drastische Änderung der ganzen Haushaltspolitik“.

    Arkadi Dworkowitsch, Wirtschaftsberater des russischen Präsidenten, hatte zuvor am Montag gesagt: „Die Überwindung der Krise beginnt hoffentlich innerhalb von drei Jahren. Wir gehen aber von keinem Anstieg der Ölpreise aus: Diese Preise erreichen kaum wieder ihren Höchststand“.

    Somit reagieren die Experten auf Medwedews Ansprache zum Thema künftige Haushaltswerte. Medwedew betonte am Montag, Russland rechne mit keinem drastischen Anstieg der Ölpreise und müsse deshalb bei der Haushaltsplanung sparen. Der Staat arbeite darauf hin, die entstandene Neuverschuldung zu reduzieren. Unternehmen bekämen nur dann Staatshilfen, wenn sie ihre Produktion modernisieren würden, so Medwedew.

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