04:24 25 September 2017
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    Gazprom befürchtet neue Zahlungsrückstände durch Ukraine

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    Der russische Energieriese Gazprom befürchtet, dass sein ukrainischer Vertragspartner Naftogaz bald kein Geld hat, um für das gelieferte Gas zu bezahlen.

    MOSKAU, 25. Mai (RIA Novosti). Der russische Energieriese Gazprom befürchtet, dass sein ukrainischer Vertragspartner Naftogaz bald kein Geld hat, um für das gelieferte Gas zu bezahlen.

    Die Situation um die Bezahlung für das im Mai gelieferte russische Gas sei „sehr schwierig“, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller am Montagabend. Wenn es zu Zahlungsrückständen komme, habe der russische Konzern alle Gründe, künftig hundertprozentige Vorauszahlungen zu fordern.

    Im Sommer werde der ukrainische Vertragspartner Naftogaz weniger Gas an seine Verbraucher liefern, deswegen würden seine Erlöse schrumpfen. Somit würden wiederum die Risiken für Gazprom weiter steigen, so Miller.

    Der russische Regierungschef Wladimir Putin hatte Ende der vergangenen Woche bei einem Treffen mit seiner ukrainischen Amtskollegin Julia Timoschenko gesagt, Russland könne für das Gastransit nach Europa vorschussweise zahlen, damit die Ukraine von diesem Geld ihre Gasankäufe zum Teil bezahle.

    Gegen diese Läsimg hatte sich zuvor jedoch der ukrainische Präsident Juschtscheko aufgelehnt. Er beklagt, dass die Ukraine zu wenig Geld für den Transit erlöse. Juschtschenko befürchtet auch, dass Russland letztendlich Anteile am ukrainischen Pipelinenetz im Zuge der Schuldentilgung fordere. Vor diesem Hintergrund kritisiert Juschtschenko heftig alle von Timoschenko ausgehandelten Vereinbarungen mit Russland.