10:55 18 August 2017
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    Gazprom plant Offensive gegen Konkurrenzprojekt Nabucco

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    MOSKAU, 28. Mai (RIA Novosti). Der russische Energieriese Gazprom erklärt einem Zeitungbericht zufolge seine Bereitschaft, sich an der jüngst besiegelten Gaspipeline aus Iran nach Pakistan zu beteiligen.

    „Wir sind an diesem Projekt interessiert, es ermöglicht uns, unser Wissen und Können zu kapitalisieren, und hilft den iranischen Partnern, neue Märkte zu erschließen", sagte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow der Tageszeitung „Kommersant".

    Wie die Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf russische Regierungskreise weiter berichtete, ist dieses Projekt für Russland vorteilhaft.

    Das Projekt ermögliche den iranischen Gaslieferanten einen Anschluss an den südasiatischen Markt. Vor diesem Hintergrund werde das iranische Gas kurz- und mittelfristig den russischen Lieferungen nach Europa weniger Konkurrenz leisten.

    Wenn das iranische Gas nach Pakistan fließe, stehe es dem Nabucco-Projekt nicht zur Verfügung (die geplante Nabucco-Pipeline soll Gaslieferungen aus Asien an die EU unter Umgehung Russlands ermöglichen).

    Die Staatschefs Irans und Pakistans hatten am Sonntag die Errichtung einer mehr als 2.100 Kilometer langen Pipeline vom iranischen Gasfeld Süd-Pars an die pakistanische Stadt Nawabshah besiegelt. In der Anfangsphase sollen rund elf Milliarden Kubikmeter Gas jährlich auf diesem Weg geliefert werden. Dann wollen die Vertragspartner die Leistung verdoppeln. Die Pipeline soll bis 2014 fertiggebaut werden.

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