00:26 24 September 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    Ost-West-Projekt: Turkmenien diversifiziert Gasexport

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Dem russischen Gasriesen Gazprom wird ohne Ausschreibung kein Auftrag zum Bau einer turkmenischen Gasleitung erteilt.

    MOSKAU, 01. Juni (RIA Novosti). Dem russischen Gasriesen Gazprom wird ohne Ausschreibung kein Auftrag zum Bau einer turkmenischen Gasleitung erteilt.

    Die Annahme der Angebote zum Bau der Ost-West-Gaspipeline wird Turkmenien am 29. Juni abschließen, berichtet die Zeitung „Kommersant“ am Montag.

    Die Rohrleitung im Wert von mindestens einer Milliarde Dollar und mit einer Leistung von bis zu 30 Milliarden Kubikmeter Gas jährlich soll zwei große Vorkommen im Nordosten Turkmeniens mit der Infrastruktur verbinden, die an der Küste des Kaspischen Meeres aufgebaut wird.

    Wie Turkmenien erläutert, soll mit Ost-West-Projekt der Gasexport in mehrere Richtungen diversifiziert werden.

    Zuvor war das Projekt als Teil der Kaspi-Gasleitung auf Basis der Pipeline Zentralsasien-Zentralrussland-3 betrachtet worden.

    Die turkmenischen Behörden rechnen jetzt allerdings damit, dass die Ost-West-Pipeline stabile Gaslieferungen Gases vier Richtungen ermöglicht: In Richtung Russland, Iran, China und bei der Umsetzung des TAPI-Projekts (Afhanistan-Pakistan-Indien-Pipeline) auch in Richtung Pakistan und Indien.

    „Die Diversifikation des turkmenischen Gasexports wird bereits Ende 2009 erfolgen“, schreibt „Kommersant“.

    Auf dem Energy Exchange Forum in der vergangenen Woche in Paris bestätigte die turkmenische Delegation die Absicht, bis zu zehn Milliarden Kubikmeter Gas durch die neue Rohrleitung nach China zu pumpen.

    Obwohl Vertreter Turkmeniens sagen, dass das Transkaspi-Projekt (Alternative zur Kaspi-Gasleitung) und ein potentieller Teil des EU-Projekts Nabucco in Turkmenien nicht aktuell sei, wird die Teilnahme von westlichen Unternehmen am Ost-West-Projekt, Russlands Möglichkeiten, Druck auf Turkmenien als potentiellen Konkurrenten in Europa auszuüben, einschränken, betont die Zeitung.

    „Nach den Worten der turkmenischen Vertreter können Investoren in der nächsten Zeit 17 Erdöl- und Gasfelder im Süden und elf im mittleren Teil des Kaspischen Meeres von 153 Vorkommen angeboten bekommen, die heute im Land ausgebeutet werden“, schreibt die „Kommersant“.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren