16:55 19 Dezember 2018
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    BRIC-Staaten bleiben Triebfeder für Weltwirtschaft nach der Krise

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    PEKING, 01. Juni (RIA Novosti). Die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) spielen im Kampf gegen die globale Finanzkrise eine wichtige Rolle und bleiben der Motor für die Weltwirtschaft nach dem Ende der Krise.

    Das sagte die Leiterin des Forschungszentrums für Weltwirtschaft des Chinesischen Institutes für Internationale Beziehungen in der Neuzeit, Chen Fengin, am Montag bei der von RIA Novosti organisierten Fernsehbrücke Moskau - Peking.

    „Zumindest zwei BRIC-Staaten behalten das positive Tempo des Wirtschaftswachstums. Das sind Indien und China“, sagte die Expertin.

    Sie äußerte die Überzeugung, dass China als erstes Land und Asien als weltweit erste Region aus der Krise herauskommen werden.

    Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft werde im Jahr 2009 rund acht Prozent betragen und Peking es ermöglichen, bis zu 70 Prozent des Wachstums des Welt-Bruttoinlandsprodukts zu bestreiten, sagte Chen Fengin.

    Die Expertin bezeichnete die Prognose über ein negatives Wachstum der russischen Wirtschaft um etwa neun Prozent in diesem Jahr als „allzu pessimistisch“. Ihr zufolge gehört Russland als Exporteur von Rohstoffen und Energieträgern zur Gruppe der Länder, die von der Finanzkrise am stärksten betroffen sind. „Zurzeit beobachten wir jedoch positive Tendenzen für die Energielieferanten angesichts der steigenden Preise für Kohlenwasserstoffe“, sagte Chen Fengin.

    Wie der russische Vizewirtschaftsminister Andrej Klepatsch früher geäußert hatte, sieht die neueste Prognose einen Rückgang des BIP um sechs bis acht Prozent in diesem Jahr vor. Der IWF hatte vorher mit einem Rückgang der russischen Wirtschaft um sechs Prozent gerechnet.

    Laut Chen Fengin würden die Erdölpreise Ende dieses Jahres auf 80 US-Dollar je Barrel ansteigen, was Russlands Wirtschaft stärken werde.

    Nach Ansicht der chinesischen Expertin kann die Finanzkrise Mitte 2010 überwunden werden. „Dann werden die Kennzahlen der wirtschaftlichen Entwicklung der BRIC-Länder den Vorkrisenstand erreichen können.“

    Ihr zufolge wird China in Zukunft das Wachstumstempo des BIP auf neun bis zehn Prozent und Russland auf 4,6 Prozent erhöhen.

    Die Expertin rief dazu auf, die Zusammenarbeit der BRIC-Staaten bei der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds weiter zu festigen, um den Einfluss der neuen wachsenden Wirtschaftssysteme auf dem globalen Finanzschauplatz zu stärken.

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