16:10 20 Januar 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    IWF erwartet stärkeren BIP-Rückgang in Russland - MEHR

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    MOSKAU, 01. Juni (RIA Novosti). Russlands Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll in diesem Jahr nach Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht wie bisher erwartet um sechs, sondern um 6,5 Prozent zurückgehen.

    Das teilte der Chef der IWF-Mission in Russland, Paul Thomsen am Montag mit. Im kommenden Jahr muss Russland ihm zufolge mit einer Wirtschaftsstagnation rechnen. Wenn aber die Regierung in Moskau keine wirksamen Maßnahmen gegen die Krise im Bankensektor unternehme, könne das BIP auch 2010 rückläufig sein.

    Zuvor hatte auch die russische Regierung ihre Prognose für den Wirtschaftsrückgang von 2,2 auf sechs bis acht Prozent nach oben korrigiert. Das Haushaltsdefizit soll dabei neun Prozent statt den früher erwarteten acht Prozent betragen. Viele Experten halten diese Prognose indes für allzu pessimistisch. Laut Schätzungen des Entwicklungszentrums der Moskauer Hochschule für Wirtschaft wird der Rückgang in diesem Jahr höchstens vier Prozent betragen.

    Obwohl die russische Regierung dem Bankensektor bereits große Finanzspritzen verabreicht hat, kommt die Realwirtschaft nach wie vor schwer an Kredite ran. Experten sagen gar eine neue Krisenwelle infolge der wachsenden Kreditausfallrate voraus.

    Laut Thomsen empfiehlt der IWF der russischen Zentralbank, große und mittelständische Banken einem Stresstest zu unterziehen, um weitere Rettungsmaßnahmen, darunter auch eine Rekapitalisierung zu bestimmen. Zudem sollte Russland im nächsten Jahr das Haushaltsdefizit im Bereich der Staatsverwaltung von den geplanten zehn auf höchstens acht Prozent reduzieren.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren