21:28 14 August 2018
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    Magna, GM und Sberbank unterzeichnen in Kürze Kaufprotokoll für Opel

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    Der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna, der insolvente Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) und die russische Sberbank wollen in den nächsten Tagen ein erstes Absichtsprotokoll in Bezug auf Opel unterzeichnen.

    MOSKAU, 01. Juni (RIA Novosti). Der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna, der insolvente Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) und die russische Sberbank wollen in den nächsten Tagen ein erstes Absichtsprotokoll in Bezug auf Opel unterzeichnen.

    Das sagte Sberbank-Chef German Gref am Montag bei einem Treffen mit Regierungschef Wladimir Putin in Moskau. Das Dokument solle auch von den Regierungen der Vereinigten Staaten und Deutschlands paraphiert werden. "In dem Protokoll sind alle von uns formulierten Interessen sowie Wünsche des russischen Industrieministeriums festgeschrieben", sagte Gref.

    Der Opel-Konzern konnte dank der Übernahme durch Magna im Konsortium mit der Sberbank und dem russischen Nutzfahrzeughersteller GAZ vor der Insolvenz gerettet werden. Die Übereinkunft zwischen GM und Magna war am 29. Mai erzielt worden.

    Gref zufolge ist die Übernahme noch nicht perfekt. Die endgültige Entscheidung solle im Laufe einiger Wochen getroffen werden. Geplant ist, dass 20 Prozent der Opel-Anteile an Magna sowie jeweils 35 Prozent an GM und die Sberbank gehen. Opel soll zehn Prozent der Anteile behalten. Der GAZ-Konzern will sich in dem Geschäft als Industriepartner engagieren und bietet seine Produktionskapazitäten für die Herstellung von Opel-Fahrzeugen an.

    Opel soll in den nächsten Tagen zudem einen kurzlaufenden Kredit über 1,5 Milliarden Euro bekommen. Magna plant, alle vier Opel-Werke in Deutschland zu erhalten. Allerdings sollen 2600 der insgesamt 25 000 Arbeitsplätze gestrichen werden.

    Magna International ist einer der weltgrößten Autozulieferer. Das Unternehmen stellt Originalteile für Wagen der Modelle Ford, Toyota, Honda, Volkswagen, Porsche, GM und DaimlerChrysler her. Der Konzern hat Filialen in 25 Länder und beschäftigt rund 74 000 Menschen.

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