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    Bundeswehr fordert neue Route für Ostsee-Pipeline - "Kommersant"

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    MOSKAU, 10. Juni (RIA Novosti). Das Bundesverteidigungsministerium hat ein offizielles Schreiben an den Verteidigungsausschuss des Bundestages gerichtet, in dem es auf die Notwendigkeit einer Änderung der Route der geplanten Ostsee-Pipeline hinweist.

    Wie die Tageszeitung "Kommersant" am Mittwoch schreibt, sind die Militärs darüber besorgt, dass die Pipeline in der Nähe des Marineübungsgeländes vor der Insel Rügen verläuft.

    Nach Angaben der Zeitung hatten die deutschen Militärs früher bereits ihre Unzufriedenheit über das Nord-Stream-Projekt geäußert. Die Wehrbereichsverwaltung Nord verwies im Januar 2007 unter anderem darauf, dass in dem für den Pipeline-Verlauf vorgesehen Gebiet Übungen der Marine und der Luftwaffe abgehalten werden. Die Bundeswehr, hieß es, könne insofern keine Verantwortung für eventuelle Zwischenfälle übernehmen, die infolge von Übungsschießen entstehen könnten.

    Die Nord Stream AG bestätigte offiziell, dass diese Bundeswehr-Anfrage bei einer öffentlichen Anhörung behandelt werden soll. Dabei äußerte Nord-Stream-Sprecher Jens Müller gegenüber der Zeitung die Zuversicht, dass eine Lösung, mit der die Besorgnisse der Militärs beseitigt werden, gefunden wird. Derzeit werde ein Dialog mit den zuständigen Ämtern geführt.

    Die 1 220 Kilometer lange Pipeline vom russischen Wyborg bis Greifswald soll zu einem großen Teil auf dem Grund der Ostsee verlegt werden. Der Baubeginn ist für die erste Hälfte 2010 geplant, die Inbetriebnahme der ersten Baufolge mit einer Jahresleistung von 27,5 Milliarden Kubikmeter ist für 2011 vorgesehen. Mit der Übergabe der zweiten Baufolge könnte die Jahresleistung auf 55 Milliarden Kubikmeter erhöht werden.

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