02:07 26 Februar 2018
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    Putin sagt Opel Hilfe Russlands zu

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    MOSKAU, 10. Juni (RIA Novosti). Bei der Übernahme eines Teils des angeschlagenen deutschen Autobauers Opel werden russische Investoren eng mit der Bundesregierung, Gewerkschaften und anderen Anlegern kooperieren.

    Das versicherte der russische Regierungschef Wladimir Putin am Mittwoch bei einem Treffen mit Vizekanzler und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in Moskau. Er habe das auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Telefongespräch mitgeteilt. Gegenseitige Investitionen seien unter den gegenwärtigen Bedingungen von großer Bedeutung, sagte Putin.

    Ein Konsortium, zu dem der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna und die russische Sberbank gehören, wird vom insolventen US-Konzern General Motors die Kontrolle über Opel übernehmen. Die entsprechende Vereinbarung war am 29. Mai dieses Jahres erzielt worden. Die wichtigste Rolle werde bei dem Deal von Magna gespielt, die als einer der Marktführer gelte, sagte Putin.

    "Soviel ich weiß, hat Magna einen detaillierten Plan ausgearbeitet, um Opel aus der Krise herauszuführen. Es gilt, die Produktionskosten zu senken, aber auch das Personal zu stützen, das die meisten Aktivitäten auf dem Territorium Deutschlands abwickelt. Ich sage das nicht deshalb, weil unsere Sberbank in das Geschäft eingestiegen ist, sondern deshalb, weil Opel auch in Russland mit zwei Werken vertreten ist", sagte der Regierungschef weiter.

    "Wir dürfen die Menschen nicht im Stich lassen, wenn wir die sozial orientierte Marktwirtschaft erhalten wollen. Natürlich hat ein jeder konkreter Fall seine Besonderheiten. Mancherorts kann und muss der Staat eine wirksame Hilfe erweisen, anderswo ist diese Hilfe aber unmöglich."

    Zur ökonomischen Kooperation zwischen Russland und Deutschland sagte Putin, dass beide Länder in vielen Richtungen kooperieren, vor allem in High-Tech-Bereichen. "Wir haben gute und groß angelegte Projekte, und zwar nicht nur bilaterale, sondern im Grunde genommen gesamteuropäische. Wir dürfen uns nicht über die Energie hinwegsetzen." Putin bat Steinmeier, Merkel für ihre Unterstützung des Gasprojektes Nord Stream zu danken.