16:10 20 Januar 2018
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    Tadic befürwortet Gasprojekte South Stream und Nabucco (Zusammenfassung)

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    Der serbische Präsident Boris Tadic hat die Gasprojekte South Stream und Nabucco zur Versorgung Südeuropas befürwortet.

    SARAJEVO, 20. Juni (RIA Novosti). Der serbische Präsident Boris Tadic hat die Gasprojekte South Stream und Nabucco zur Versorgung Südeuropas befürwortet.

    Das wurde auf Tadics offizieller Webseite mitgeteilt. Der Staatschef habe die beiden Vorhaben bereits am Freitag auf einem Gipfel der Länder Zentraleuropas in Novi Sad unterstützt, hieß es. Auf dem Gipfeltreffen unter Teilnahme der führenden Repräsentanten von 14 Ländern werden bis 21. Juni hauptsächlich Probleme der Wirtschaft, der Energie und der europäischen Integration erörtert.

    "Die Realisierung des Projekts South Stream wird nicht nur die Gasversorgung Serbiens erhöhen, sondern auch die Sicherheit und Stabilität bei der Gasversorgung der Länder der Europäischen Union (EU) fördern", sagte Tadic. Er erinnerte an die Gaskrise zwischen Russland und der Ukraine vom vergangenen Winter und wies in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit hin, Transportwege für Gas aus Russland und Zentralasien zu diversifizieren.

    "In diesem Sinne wird auch das Nabucco-Projekt zur Stabilität der Lieferungen beitragen ... Die geopolitische und geoökonomische Bedeutung des Balkan als europäische Energie-Drehscheibe nimmt stetig zu", sagte der serbische Präsident.

    Am 15. Mai hatten die Energieunternehmen Russlands, Bulgariens, Griechenlands und Serbiens in der russischen Schwarzmeer-Stadt Sotschi ein Paket von Dokumenten über den Bau der nationalen Abschnitte der Gaspipeline South Stream unterzeichnet. Der russische Gaskonzern Gazprom und der italienische Versorger Eni brachten am selben Tag ein zweites Protokoll zu einem Memorandum über die weiteren Schritte zur Umsetzung dieses wichtigen Projekts zustande.

    Über die Gaspipeline South Stream zwischen Russland und Italien soll Südeuropa mit Erdgas versorgt werden. Das Projekt im voraussichtlichen Gesamtwert von 8,6 Milliarden Euro wird von Gazprom und Eni auf Paritätsgrundlage realisiert. Die ersten Lieferungen sind für 2013 geplant. Ein 900 Kilometer langer Teil der Leitung - zwischen der russischen und der bulgarischen Schwarzmeerküste - wird auf dem Meeresgrund verlegt. Dabei beträgt die maximale Tiefe mehr als 2000 Meter. Die geplante Durchsatzkapazität der Pipeline beträgt 63 Milliarden Kubikmeter im Jahr.

    Nabucco wird von den USA und von Westeuropa als ein Projekt befürwortet, das die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen minimieren soll. Für den Bau der Leitung, über die Erdgas von Feldern im Kaspischen Meer via Türkei und Balkan in Umgehung Russlands nach Zentraleuropa gepumpt werden soll, wurde das Konsortium Nabucco Gas Pipeline International GmbH gegründet. Gesellschafter des Projekts sind die OMV Gas & Power GmbH (Österreich), MOL (Ungarn), Bulgargaz (Bulgarien), Transgaz (Rumänien), Botas (Türkei) und die RWE Supply & Trading GmbH (Deutschland) mit einem Anteil von jeweils 16,67 Prozent.

    Die rund 3300 Kilometer lange Pipeline soll eine Durchsatzkapazität von 31 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr haben. Die Inbetriebnahme ist für 2013 geplant.

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