05:13 16 Juli 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    Russlands Finanzminister: Dollar bleibt vorerst Leitwährung Nummer eins

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 01
    UNO / NEW YORK, 25. Juni (RIA Novosti). Der US-Dollar bleibt "mindestens die nächsten zehn Jahre". die wichtigste Leitwährung der Welt. Diese Meinung äußerte Russlands Vizepremier und Finanzminister Alexej Kudrin am Mittwoch am Rande einer UN-Konferenz, die dem Kampf gegen die globale Wirtschaftskrise gewidmet war.

    "Der Dollar ist heute die wichtigste Leitwährung in der Welt, gefolgt vom Euro, der natürlich weit hinter dem Dollar liegt. Danach folgen der Yen und der Pfund. Es ist nicht leicht, diese Struktur zu ändern."

    "Alle Verrechnungen in der Welt erfolgen entweder in Dollar oder in Euro", führte Kudrin aus. "Selbst zwischen den Ländern, die den bilateralen Handel nicht in Dollar betreiben, erfolgen die Verrechnungen in Dollar."

    "Das zeugt davon, dass die US-Währung gerne genutzt wird", meinte Kudrin.

    In Bezug auf die Zukunft des US-Dollars als Reservewährung sagte der Finanzminister: "Natürlich wird sehr viel von der Stabilität der US-Wirtschaft und davon abhängen, wie sie die Krise überwindet."

    "Wenn China den Yuan zu einer konvertierbaren Währung macht, so geschieht dies frühestens in zehn Jahren, wahrscheinlich aber noch später. Dann würden wir von der Entstehung einer neuen Reservewährung sprechen können, die ihre Position schrittweise erkämpfen wird."

    Er schloss nicht aus, dass der Yuan in dem Fall den Dollar ablösen könnte, schloss dabei aber auch andere Szenarien nicht aus.

    "Innerhalb des nächsten Jahrzehnts können wir einen stabilen Gebrauch der US-Währung prognostizieren", fügte er hinzu. "Später wird alles von den Schritten einzelner Länder und der internationalen Gemeinschaft bei der Herstellung eines stabilen globalen Währungssystems abhängen."

    In seinem Diskussionsbeitrag bei der UN-Konferenz hatte Kudrin betont, dass die Welt "ein neues stabiles globales Währungssystem braucht, in dem verschiedene Währungen präsent wären und eine generelle stabile Entwicklung gewährleisten würden".

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren