18:58 15 Dezember 2017
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    US-Energieexperte: Gasvertrag zwischen Moskau und Baku behindert Nabucco-Projekt nicht

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    BAKU, 16. Juli (RIA Novosti). Der Gasvertrag zwischen Aserbaidschan und Russland ist dem US-Energieexperten Richard Morningstar zufolge kein Hindernis auf dem Weg zur Umsetzung des Nabucco-Projektes.

    Das äußerte der Eurasien-Energiebeauftragte des US-Außenministeriums in einem Interview für die aserbaidschanische Nachrichtenagentur Trend, das am Donnerstag veröffentlicht wurde.

    Die russische Energieholding Gazprom hatte am 29. Juni ein Abkommen mit der Staatlichen Ölgesellschaft Aserbaidschans über die Erdgaslieferung Gas unterzeichnet. Demnach kauft die russische Gasholding ab dem 1. Januar 2010 jährlich 500 Millionen Kubikmeter aserbaidschanisches Erdgas.

    Wie Gazprom-Chef Alexej Miller geäußert hatte, ist Gazprom in die Liste der potentiellen Erdgasabnehmer aufgenommen worden, das im zweiten Abschnitt der Erschließung des aserbaidschanischen Vorkommens Shah Deniz gefördert wird. Der russischen Gasholding werde unter sonst gleichen Bedingungen der Vorzug gegenüber den anderen Käufern gewährt.

    Wenn die anderen potentiellen Käufer hierbei ein Vorrecht gegenüber Gazprom erhalten wollten, müssten sie der aserbaidschanischen Seite attraktivere Bedingungen anbieten, als die von Gazprom, sagte Miller.

    Laut Morningstar bricht eine neue Zeit in der Region an. "Und der gesunde Konkurrenzkampf ist eine der wichtigsten Kennzeichen dieser Zeit."

    Zu dem am 13. Juli in Ankara signierten Abkommen über Nabucco sagte Morningstar, dieses Dokument festige das gegenseitige Vertrauen zwischen den potentiellen Partnern beim Nabucco-Projekt, einschließlich Aserbaidschans.

    Das Nabucco-Projekt wird auf 7,9 Milliarden US-Dollar veranschlagt und sieht den Transport von Erdgas aus dem Kaspi-Einzugsgebiet unter Umgehung Russlands nach Europa vor. Die Pipeline soll über Aserbaidschan, Georgien, die Türkei, Bulgarien, Ungarn und Rumänien bis nach Österreich verlaufen und die bereits bestehende Pipeline Baku - Tiflis - Erzurum ergänzen. Die Jahreskapazität soll 31 Milliarden Kubikmeter erreichen.

    Die Bauarbeiten sollen im Jahr 2010 und die Gaslieferungen im Jahr 2014 aufgenommen werden.

    Laut Morningstar erwartet Washington Gasgespräche zwischen Ankara und Baku, darunter über die Gasmengen, die die Türkei bei Aserbaidschan kaufen könnte.

    Die USA hätten Vertrauen in die wichtige Rolle Aserbaidschans bei der Versorgung Europas mit Energieträgern, sagte der Energiebeauftragte.

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