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    Lettlands Wirtschaft zahlt für übermäßigen Optimismus - Alfa-Bank-Chef

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    RIGA, 28. Juli (RIA Novosti). Der wirtschaftliche Rückgang in Lettland, der größte innerhalb der EU, ist dem übermäßigen Optimismus und den Fehleinschätzungen der Lage zu verdanken.

    Diese Meinung äußerte der Präsident der größten russischen Privatbank "Alfa-Bank", Pjotr Awen, am Dienstag in Riga, wo er an der Arbeit des russisch-lettischen Geschäftsrates teilnimmt.

    Das BIP in Lettland fiel im ersten Vierteljahr 2009 um 18 Prozent. Die Regierung musste einen harten und unpopulären Stabilisierungsplan annehmen, um die Wirtschaft des Landes zu retten. So wurden bedeutende Sparmaßnahmen für die staatlichen Einrichtungen und Steuererhöhungen festgelegt.

    Lettland ersuchte den Internationalen Währungsfonds und andere internationale Finanzeinrichtungen um Hilfe und bekam einen Kredit in Höhe von 7,5 Milliarden Euro bis 2011 zugesichert.

    "Die Lage (in Lettland) ist recht natürlich und mehrmals in der Wirtschaftstheorie beschrieben. Eine überhitzte Wirtschaft, die sich sehr schnell entwickelte. Überraschend schnell. Die Erwartungen waren übermäßig groß und auch die Ausgaben. Auch gab es eine Euphorie vor dem Beitritt zur EU. Zum Schluss ist das passiert, was in der Wirtschaft als harte Landung bezeichnet wird. Für Lettland ist das nur allzu natürlich... Das ist der Preis für den übermäßigen Optimismus und die Fehleinschätzung der eigenen Lage", sagte Awen im Gespräch mit Journalisten am Rande der Sitzung des russisch-lettischen Geschaftsrates, wo die Unternehmer beider Länder über die Aussichten der Zusammenarbeit und Auswege aus der gegenwärtigen Krise beraten.

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