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    AutoVAZ dementiert Meldungen über bevorstehende Streichung von 27 600 Arbeitsplätzen

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    MOSKAU/SAMARA, 28. Juli (RIA Novosti). Russlands größter Pkw-Bauer AutoVAZ (Lada) hat Medienberichte über die bevorstehende Kündigung von 27 600 Mitarbeitern dementiert.

    "Die AutoVAZ-Leitung hat nicht beschlossen, fast ein Viertel des Personals zu entlassen, behält sich aber diese Möglichkeit für den Fall vor, dass Produktion und Absatz weiterhin auf dem gegenwärtigen (niedrigen) Niveau bleiben", sagte ein Teilnehmer der Sitzung der Regierung des Gebietes Samara am Dienstag zu Anti-Krisen-Maßnahmen in Betrieben der Autoindustrie in der Region.

    "AutoVAZ-Präsident Igor Komarow hat Gouverneur Wladimir Artjakow nicht gesagt, dass das Unternehmen Pläne zur Personalkürzung hat. Im Gegenteil. Er bekräftigte die Absicht der Konzernleitung, das Arbeitskollektiv zu erhalten", sagte der Gesprächspartner.

    Am 22. Juli hatten die Behörden des Gebietes Samara die Entscheidung gebilligt, die Produktion bei AutoVAZ angesichts der Absatzkrise im August einzustellen, wobei die Arbeiter zwei Drittel ihrer Löhne erhalten sollen. Ab September soll zu Kurzarbeit übergegangen werden. AutoVAZ hat gegenwärtig 80 000 bis 90 000 nicht verkaufte Wagen zu stehen.

    Wie am Dienstag in Samara mitgeteilt wurde, will das Unternehmen im Jahr 2010 rund 30 000 Wagen monatlich montieren. Somit werde die Produktion etwa auf dem Niveau von 2009 bleiben. Im Januar hatte der damalige AutoVAZ-Präsident Boris Aljoschin mitgeteilt, dass "im Betrieb zu einer Monatsplanung übergegangen wird".

    Nach Angaben der Vereinigung des europäischen Business ging die Produktion bei AutoVAZ in den ersten fünf Monaten 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 45 Prozent auf 151 020 Wagen zurück. Im Vorjahr waren bei AutoVAZ rund 950 000 Wagen diverser Modelle vom Band gelaufen. Jeweils 25 Prozent plus 1 Aktie des Unternehmens werden vom russischen Staatskonzern Rostechnologii, dem Investmenthaus Troika Dialog und dem französischen Autobauer Renault gehalten.

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