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    Autozulieferer: Avtovaz und Renault-Nissan schmieden Allianz – „Wedomosti“

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    MOSKAU, 21. September (RIA Novosti). Avtovaz will gemeinsam mit dem Konzern Renault-Nissan ein Gemeinschaftsunternehmen für die Produktion von Autoteilen schaffen, schreibt die russische Zeitung „Wedomosti" am Montag.

    Das sagte Avtovaz-Chef Igor Komarow beim Wirtschaftsforum in Sotschi. Dem russischen Fahrzeugbauer wird das erlauben, ausländische Hersteller nach Russland zu holen, und der Konzern Renault-Nissan kann seine Autoproduktion lokalisieren.

    Das Joint Venture soll Autozubehör sowohl für Avtovaz als auch für die russischen Renault- und Nissan-Werke beschaffen, sagte Komarow der „Wedomosti". Doch das neue Gemeinschaftsunternehmen soll sich nicht nur auf den Einkauf beschränken, sondern solle auch Autoteile entwerfen und herstellen, sagte er. Welches Zubehör montiert werden solle, müsse noch geklärt werden. Die Schaffung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Renault-Nissan sehe keinen Verzicht auf russische Lieferanten vor.

    Die Gründung des Joint Ventures könnte weitere westliche Zubehörhersteller nach Russland locken, deren Werke großen Profit bringen könnten, und den Einkaufspreis auf dem Autozuliefermarkt senken. Für Renault und Nissan werde die Schaffung des Handelsunternehmens und der Zulieferwerke die Aufgabe der Lokalisierung ihrer Autoproduktion lösen, zu der sie durch das Abkommen über Industriemontage verpflichtet sind, sagen Vertreter beider Unternehmen.

    Gleichzeitig könnte Avtovaz damit das Problem des überzähligen Personals lösen. Nach pessimistischsten Schätzungen kann das Unternehmen 36 000 Mitarbeiter der 102 000 Beschäftigten entlassen. Doch ein Teil könnte Arbeit in den neuen Werken finden. Doch die modernen Zulieferwerke sollen für die neuen Avtovaz-Modelle geschaffen werden, die der Konzern in zwei bis drei Jahren herstellen will.

    Renault, Nissan und Avtovaz könnten bessere Kaufpreise sichern, wenn sie ihre in Russland gebauten Autos vereinheitlichen. Wenn sie das nicht tun, können sie nur bei einer kleinen Zahl von Komponenten sparen, die für Modelle aller drei Gesellschaften passen, sagt Iwan Bontschew, Leiter der Autoabteilung von Ernst & Young. Doch selbst die Volumen von Avtovaz könnten ausreichen, um die auswärtigen Hersteller zur Eröffnung ihrer Werke in Russland zu überzeugen, sagt er.

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