03:56 20 Oktober 2018
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    Mongolei bringt Russland um Goldmine - China im Vorteil

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    Russland verliert möglicherweise den ausgehandelten Zugriff auf die mongolische Goldlagerstätte Oyu Tolgoi. Ulan-Bator bevorzugt einem Zeitungsbericht zufolge ein anderes Projekt, das China Vorteile bringt.

    MOSKAU, 02. Oktober (RIA Novosti). Russland verliert möglicherweise den ausgehandelten Zugriff auf die mongolische Goldlagerstätte Oyu Tolgoi. Ulan-Bator bevorzugt einem Zeitungsbericht zufolge ein anderes Projekt, das China Vorteile bringt.

    Wie die Zeitung „Kommersant“ am Freitag unter Berufung auf mongolische Medien berichtete, plant die Regierung in Ulan-Bator ein Abkommen über die Erschießung des Vorkommens mit dem kanadischen Minenkonzern Ivanhoe Mines.

    Diese Entwicklung lasse möglicherweise das im Mai von Wladimir Putin in Ulan-Bator ausgehandelte russisch-mongolische Großprojekt platzen. Demnach sollte die russische Eisenbahn RZD ein Joint Venture für die Erschließung der Lagerstätte mit der Mongolei gründen.

    Zehn Tage nach Putins Besuch sei aber der rechte Politiker Tsakhiagiin Elbegdorj zum mongolischen Präsidenten gewählt worden. Kurz nach diesem Machtwechsel habe das mongolische Parlament das Abkommen mit den Kanadiern ratifiziert.

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    Irina Morosowa vom in Leiden ansässigen International Institute for Asian Studies sagte der Zeitung, Ivanhoe Mines vertrete Interessen chinesischer Großunternehmen, die mit der Staatsführung in Peking in Verbindung stünden. Das vom kanadischen Konzern vorgeschlagene Erschließungsprojekt beinhalte unter anderem den Bau einer Eisenbahn Richtung China.

    Das Vorkommen im Süden der Mongolei wird auf 930 Millionen Tonnen Erz mit 0,36 Gramm Goldgehalt pro Tonne geschätzt, so der „Kommersant“.

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