01:43 17 Oktober 2018
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    BRIC-Länder wollen Sperrminorität bei Verwaltung neuer IWF-Ressourcen

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    Die Länder der sogenannten BRIC-Gruppe (Brasilien, Russland, Indien, China) erheben Anspruch auf eine Sperrminorität bei der Verwaltung von Mitteln des Internationalen Währungsfonds (IWF).

    ISTANBUL, 02. Oktober (RIA Novosti). Die Länder der sogenannten BRIC-Gruppe (Brasilien, Russland, Indien, China) erheben Anspruch auf eine Sperrminorität bei der Verwaltung von Mitteln des Internationalen Währungsfonds (IWF).

    Das sagte ein Mitglied der russischen Delegation, die Finanzminister Alexej Kudrin zu einem Finanztreffen in Istanbul begleitet, am Freitag in einem Journalistengespräch. Es handele sich um Mittel, die der Fonds laut einem neuen Abkommen erhält (NAB/New Arrangements to Borrow).

    "Die BRIC-Finanzminister wollen am Samstag über die Reform des IWF und der Weltbank sprechen. Das Treffen findet im Vorfeld der Jahrestagung des Fonds und der Weltbank statt", sagte der Experte.

    Ursprünglich war geplant worden, 500 Mrd. US-Dollar an NAB-Geldern zu akkumulieren. Die BRIC-Länder verpflichteten sich, 80 Milliarden Dollar zur Verfügung zu stellen und somit mit etwa 15 Prozent des Anteils die Sperrminorität erlangen. Da aber die Summe bereits bei rund 600 Milliarden Dollar liegt, wird der Anteil der BRIC-Länder verwässert. Aus diesem Grund wollen die BRIC-Finanzminister durchsetzen, dass die Sperrminorität auf zehn Prozent gesenkt wird.

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