02:33 20 August 2017
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    US-Finanzguru Krugman für provisorische Nationalisierung größter US-Banken

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    Für eine Nationalisierung der größten US-Banken hat sich Princeton-Professor und Nobelpreisträger Paul Krugman ausgesprochen.

    NEW YORK, 20. Oktober (RIA Novosti). Für eine Nationalisierung der größten US-Banken hat sich Princeton-Professor und Nobelpreisträger Paul Krugman ausgesprochen.

    "Ich gehöre zu den Analysten, die der Meinung sind, dass zumindest einige Banken große Kapitalspritzen aus den Mitteln der Steuerzahler brauchen", schreibt Krugman in der "New York Times". "Der einzige Weg dazu ist eine vorübergehende Nationalisierung einiger Banken."

    Mit seinem Beitrag unter dem Titel "In den Banken ist nicht alles in Ordnung" reagierte er auf die neuesten Skandale, die mit der Auszahlung von Boni in den Banken, die wieder positive Finanzberichte vorlegen, in Zusammenhang stehen.

    Eine Reform des Banksystems sei in einem Land möglich, wo die größten Investmentbanken knapp nach der Überwindung der Rezession wieder Gewinne auf dem Markt erzielen, während sich die Geldinstitute und die Realwirtschaft weiterhin im eingefrorenen Zustand befinden.

    Die Geschäftsbanken nehmen ihre Funktion als Kreditgeber für die Wirtschaft, insbesondere für die Kleinunternehmen, nicht wahr, was die Gesundung des Produktionssektors bremst.

    "Die wichtigsten Banken bleiben in finanzieller Hinsicht schwach, und ihre Schwäche wirkt sich auf die Wirtschaft insgesamt aus", betont Krugman.

    Das Weiße Haus liege falsch, wenn es glaubt, dass das Banksystem "sich selbst regeln würde", so der namhafte Wirtschaftsexperte. Diese Haltung sei für die Gesundung der Situation an der Wall Street nicht förderlich.

    Laut dem US-Magazin "Forbes" gehört Krugman zu den zehn besonders angesehenen Wirtschaftsgurus in den Vereinigten Staaten.