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    USA beginnen Handelskrieg um Irans Rohstoffe - "Wremja Nowostej"

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    Beunruhigt über die mögliche Entstehung einer neuen Atommacht hat die US-Administration beschlossen, sich nicht auf die gültigen Sanktionen gegen Iran zu beschränken, schreibt die Zeitung "Wremja Nowostej" am Dienstag.

    MOSKAU, 20. Oktober (RIA Novosti). Beunruhigt über die mögliche Entstehung einer neuen Atommacht hat die US-Administration beschlossen, sich nicht auf die gültigen Sanktionen gegen Iran zu beschränken, schreibt die Zeitung "Wremja Nowostej" am Dienstag.

    Jetzt gehen die USA dazu über, unter den arabischen Ölmagnaten eifrig die Idee zu lobbyieren, dass die Rohstofflieferungen an China ausgebaut werden müssten. Ein wachsender Export aus den Golfstaaten wäre nach Ansicht der Amerikaner für Iran ein schwerer Schlag, weil die Öl- und Gaslieferungen in den Osten den Löwenanteil der iranischen Haushaltseinnahmen ausmachen.

    Nach Ansicht von Experten hat Chinas Markt riesiges Potenzial und wird also nicht einen konkreten Lieferanten zu wählen brauchen.

    Die Vereinigten Arabischen Emirate finden sich allen voran bereit, den Zustrom von Petrodollars zu erhöhen. In den nächsten sechs Monaten wollen sie den Export nach China um 150 000 bis 200 000 Barrel erhöhen. Einigen Angaben zufolge sollen sich den Arabischen Emiraten bald Kuwait und Saudi-Arabien anschließen. Sie Saudis sind ein sehr großer Importeur von chinesischen Waffen und Konsumwaren. Nach Ansicht einiger Beobachter könnte Riad seine Handelskontakte ausspielen, um China zur Einschränkung des Imports von iranischem Erdöl zu bewegen.

    Wie Agwan Mikajeljan, Generaldirektor von Fin-Expertisa, sagt, könnte Iran in eine verzwickte Lage geraten: In der Struktur des iranischen Exports entfällt ein beträchtlicher Anteil auf die Lieferungen an China. Sollte Peking seine Käufe wesentlich begrenzen, so wird Teheran gezwungen sein, sein Öl zu Dumpingpreisen zu verkaufen, um den Haushalt irgendwie aufzufüllen. Sonst wird es seine Ware einfach nicht nirgends mehr absetzen können."

    Aber nach Ansicht von Andrej Ostrowski, Vizedirektor des Fernost-Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften, würde die Zunahme von Lieferungen aus dem Golfraum keineswegs zu Chinas Verzicht auf den iranischen Rohstoff führen.

    "Selbst wenn Saudi-Arabien, der größte Lieferant, dazu übergeht, statt der heutigen 25 Millionen Tonnen Öl 30 Millionen zu exportieren, wird in der chinesischen Importstruktur noch genügend Platz bleiben sowohl für Iran (liefert ca. 20 Millionen Tonnen) als auch für andere Länder. China ist es egal, woher das Erdöl kommt. Mit Russland hat es einen Vertrag über den Bau einer Abzweigung der Ostsibirien-Pazifik-Ölleitung, über die 15 Millionen Tonnen Öl im Jahr befördert werden sollen. Ähnliche Projekte werden gemeinsam mit Kasachstan, Venezuela, Nigeria und Gabun erarbeitet", erläuterte der Experte.

    Seiner Ansicht nach sind die Möglichkeiten Saudi-Arabiens, China zum Verzicht auf iranisches Öl zu bewegen, begrenzt: "Es hat keinen Sinn, China unter Druck zu setzen."

     

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