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    Russlands Rechnungshof prangert Dividendenausschüttung vor Krise an

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    Russlands Großunternehmen haben nach Angaben des Rechnungshofs vor Ausbruch der Krise bewusst Zwischendividenden für 2008 in Höhe von umgerechnet etwa 23 Millionen Euro ausgeschütet und somit diese aus dem Geldverkehr entzogen.

    NOWOSIBIRSK, 20. Oktober (RIA Novosti). Russlands Großunternehmen haben nach Angaben des Rechnungshofs vor Ausbruch der Krise bewusst Zwischendividenden für 2008 in Höhe von umgerechnet etwa 23 Millionen Euro ausgeschütet und somit diese aus dem Geldverkehr entzogen.

    "Es hat sich herausgestellt, dass im Herbst 2008, als die kommende Krise eindeutig zu erkennen war, alle großen Unternehmen Sonderversammlungen durchführten, bei denen über die Auszahlung der Zwischendividenden für die erste Hälfte oder für die ersten neun Monate 2008 abgestimmt wurden. Beträchtliche Summen wurden ausgezahlt - von jeweils zehn bis 20 Milliarden Rubel", sagte der Chef des russischen Rechnungshofs, Sergej Stepaschin, bei einer Konferenz im sibirischen Nowosibirsk.

    Ihm zufolge erfolgten Auszahlungen "noch rechtzeitig", denn bereits im vierten Quartal 2008 schrieben viele der Konzerne rote Zahlen.

    "Somit sind viele großen Unternehmen und Konzerne vor der Krise ohne Umlaufvermögen geblieben. Ihre Inhaber haben bewusst Hunderte Milliarden Rubel aus dem Geldverkehr entzogen und forderten danach staatliche Hilfe. In einigen Fällen wurde diese Hilfe geleistet", sagte Stepaschin.

    Nach seinen Angaben handelt es sich um einen Missbrauch seitens der Unternehmen während der Krisenzeit.

    Es sei notwendig, die Verantwortung bei den Besitzern und beim Management, zu erhöhen, sowie die Dividendenauszahlung und die Effizienz der vom Staat beigesteuerten Gelder strikter zu kontrollieren.

     

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