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    Serbien besiegelt Einstieg in South-Stream-Projekt - MEHR

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    Russland und Serbien haben am Dienstag die Verträge zum Bau des serbischen Abschnitts der Gaspipeline South Stream und des unterirdischen Gasspeichers Banatski Dvor in dem Balkan-Staat unterzeichnet.

    BELGRAD, 20. Oktober (RIA Novosti). Russland und Serbien haben am Dienstag die Verträge zum Bau des serbischen Abschnitts der Gaspipeline South Stream und des unterirdischen Gasspeichers Banatski Dvor in dem Balkan-Staat unterzeichnet.

    Die beiden Abkommen wurden vom russischen Energiekonzern Gazprom und dem serbischen Versorger Srbijagas nach dem Treffen der Präsidenten beider Staaten, Dmitri Medwedew und Boris Tadic, in Belgrad signiert.

    Demnach soll binnen 30 Tagen das Joint Venture South Stream Srbija AG gegründet werden, das mit dem Pipelinebau beauftragt wird. Gazprom wird 51 Prozent am Gemeinschaftsunternehmen halten. Das 44 Kilometer vom größten serbischen Gasverteiler Gospodjinci entfernt gelegene Gasdepot Banatski Dvor (nahe Novi Sad) soll eine Speicherkapazität von mindestens 800 Millionen Kubikmeter haben.

    Laut Gazprom-Chef Alexej Miller stärken die beiden Projekte die Energiesicherheit Serbiens und machen das Land zu einem der wichtigsten Akteure auf dem regionalen Gasmarkt. Serbien war infolge des russisch-ukrainischen Gaskonflikts zum Jahreswechsel 2008/2009 schwer betroffen worden.

    Über die Gaspipeline South Stream, die teils auf dem Festland, teils auf dem Grund des Schwarzen und des Adriatischen Meeres gebaut werden soll, soll Erdgas aus Russland direkt nach Südwesteuropa strömen. Die Rohrleitung soll die Abhängigkeit der Gaslieferanten und -Verbraucher von den Transitstaaten verringern. Die Durchlassleistung der Pipeline ist mit 63 Milliarden Kubikmetern im Jahr geplant. Das Projekt wird von Gazprom gemeinsam mit dem italienischen Energiekonzern Eni abgewickelt. Die Pipeline soll 2013 in Betrieb gehen.

     

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