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    Russlands Ex-Notenbankchef Dubinin spricht von lang anhaltender Dollar-Schwäche

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    Die jüngste Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro ist nach Ansicht von Russlands Ex-Notenbankchef Sergej Dubinin bereits eine stabile Tendenz.

    MOSKAU, 20. Oktober (RIA Novosti). Die jüngste Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro ist nach Ansicht von Russlands Ex-Notenbankchef Sergej Dubinin bereits eine stabile Tendenz.

    "Das sind keine Schwankungen, das ist ein Trend", sagte der jetzige geschäftsführende Direktor der russischen Bank VTB Capital am Dienstag vor der Presse in Moskau. "Die USA überfluten die eigene Wirtschaft mit Geld. Dabei setzen sie nicht auf die Eindämmung der Inflation, sondern darauf, eine Stagnation der Wirtschaft zu verhindern."

    "Die Liquidität ufert aus. Sie (Amerikaner) wollen die Krise mit Geld ersticken. Die Amerikaner haben eine Lehre (aus der Großen Depression) gezogen: Sie haben Angst vor dem Rückgang der Preise, der alle Schulden unerschwinglich machen kann. Die Deflation der 1930er Jahre hatte eine Depression zur Folge. Deshalb gehen die Amerikaner jetzt davon aus, dass die Inflation besser ist als der Produktionsrückgang", so Dubinin.

    Der frühere Zentralbank-Vize Oleg Wjugin, Chef des Aufsichtsrates der MDM-Bank, sagte, dass der Dollar trotz seiner Schwäche weiterhin die Rolle einer globalen Reservewährung erfüllt. "Die kurzzeitige Tendenz zur Festigung des Rubel-Kurses resultiert aus globalen Änderungen im internationalen Währungssystem", meinte er.

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