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    Vizeregierungschef Sobjanin für Ausbau der Atomkooperation zwischen Russland und Indien

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    Die Zusammenarbeit Russlands und Indiens im Bereich der Atomenergie dürfte neue Ausmaße annehmen und soll deshalb neu durchdacht werden.

    NEW DELHI, 10. Oktober (RIA Novosti). Die Zusammenarbeit Russlands und Indiens im Bereich der Atomenergie dürfte neue Ausmaße annehmen und soll deshalb neu durchdacht werden.

    Das sagte Russlands Vizeregierungschef Sergej Sobjanin am Dienstag vor der Presse in New Delhi. "Der Umfang der Kooperation beider Länder im Bereich der Atomenergie wird derart groß, dass sie bereits mit dem russischen Programm zur Wiedergeburt der Atombranche verglichen werden könnte."

    Sobjanin, der sich in Indien mit der Vorbereitung eines für Dezember geplanten bilateralen Gipfeltreffens befasst, will am Mittwoch das Atomkraftwerk Kudankulam im Süden Indiens besichtigen, das mit Hilfe Russlands gebaut wird. Die Inbetriebnahme der beiden ersten Reaktorblöcke ist für 2010 geplant. Zugeich wird ein Vertrag über den Bau von noch zwei Reaktoren in Kudankulam vorbereitet. Später sollen zwei weitere Reaktoren dazu gebaut werden.

    Sobjanin lobte die Entscheidung der indischen Behörden als einen "Durchbruch", der es gestatten würde, russische Betriebe auszulasten, neue Technologien in Indien einzuführen und "ganze Regionen des Landes mit Strom zu versorgen". "Die Aufforderung an US-amerikanische und französische Unternehmen, an Ausschreibungen zum Bau von Reaktoren teilzunehmen, wird die Konkurrenz in diesem Segment des Marktes verstärken", sagte er.

    Neben dem russischen Atomkonzern Rosatom sollen an den künftigen Ausschreibungen in Indien die Allianzen Toshiba-Westinghouse und Genelal Electric-Hitachi sowie der französische Atomkonzern Areva teilnehmen.

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