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    USA warnen vor neuer Gaskrise zwischen Russland und EU - "Kommersant"

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    Die USA empfehlen der Europäischen Union, sich auf eine neue Gaskrise gefasst zu machen. Nach Ansicht von US-Experten wird Russland im kommenden Winter die Gaspipelines wieder leer stehen lassen.

    MOSKAU, 18. November (RIA Novosti). Die USA empfehlen der Europäischen Union, sich auf eine neue Gaskrise gefasst zu machen. Nach Ansicht von US-Experten wird Russland im kommenden Winter die Gaspipelines wieder leer stehen lassen.

    "Wir haben eine Warnung von US-Experten bekommen, dass sich die Krise wiederholen wird: Russland könnte die Gasrohre leer stehen lassen", sagte Tschechiens Ex-Premier Mirek Topolanek beim 4. Energieforum in Budapest. "Wir sollen dabei nicht Russland beschuldigen, sondern die EU muss zwischen der OPEC und Russland wählen, wie uns die US-Experten richtig empfehlen", wird er am Mittwoch von der russischen Tageszeitung "Kommersant" zitiert.

    Keith Smith, Experte des Washingtoner Zentrums für strategische und internationale Studien (CSIS), sieht eine Ursache der bevorstehenden Probleme im äußerst undurchsichtigen Schema der Gaslieferungen nach Europa. "Wenn die Eigentümer einer guten Hälfte der Unternehmen, die den Gashandel in der EU betreiben, nicht bekannt sind, so kann die Situation nicht transparent sein", stellte er fest.

    Topolanek teilte diese Meinung: "Russland, das Geld vom Öl- und Gasverkauf bekommt, investiert es in den Erwerb anderer Firmen in der Welt, hält dabei weder die EU-Transparenzregeln für die Lieferungen, noch andere in der EU geltenden Normen ein."

    Der US-Sonderbeauftragte für Energieprobleme in Eurasien, Richard Morningstar, teilte mit, dass in Washington letzte Woche ein Komitee gebildet wurde, das sich mit der Konzipierung der Energiepolitik und mit der Regelung von Krisen zwischen der EU und Russland befassen wird. Dieses Komitee wird auch festlegen, welche Geschäfte mit Russland als legitim gelten können.

    Wie der "Kommersant" feststellt, handelt es sich faktisch um eine vollwertige Teilnahme Washingtons an der Gestaltung der EU-Position beim Energiedialog mit Russland.

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