15:45 16 Dezember 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Russland will ukrainische Gaspipelines modernisieren (Zusammenfassung)

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Russland erklärt sich bereit, in die Modernisierung des Gastransportsystems der Ukraine einzusteigen.

    JALTA, 20. November (RIA Novosti). Russland erklärt sich bereit, in die Modernisierung des Gastransportsystems der Ukraine einzusteigen.

    Das sagte Russlands Energieminister Sergej Schmatko am Freitag in Jalta auf der ukrainischen Halbinsel Krim. "Dieses Problem wurde am Vortag bei den Verhandlungen zwischen den Regierungschefs beider Länder, Wladimir Putin und Julia Timoschenko, nicht erörtert. Aber wir wissen, dass die ukrainische Seite eine konstruktive Position zu dieser Frage bezogen hat", sagte der Minister.

    Zuvor hatte die Ukraine Russland zur Beteiligung an der Modernisierung ihres Gastransportsystems aufgefordert und Bedingungen wie für westliche Unternehmen versprochen. "Russland hat reichlich Erfahrungen bei Bau und Betrieb von Gaspipelines", sagte Schmatko.

    Die Machbarkeitsstudie für das Projekt sei noch nicht erstellt. Europäische Experten hätten zuvor die erforderlichen Investitionen mit 4,5 Milliarden bis 5,5 Milliarden Euro angegeben. "Wir aber gehen davon aus, dass die komplette Modernisierung der ukrainischen Gaspipelines deutlich teurer sein wird ... Russland ist daran interessiert, dass das ukrainische Gastransportsystem intakt bleibt. Wir sind bereit, Geld zu investieren."

    Dabei sprach sich Schmatko für einen präzisen Modus der russischen Beteiligung an den bevorstehenden Arbeiten aus. Es sei zu berücksichtigen, dass die Ukraine ihr Gaspipelinenetz nicht übereignen werde. Das sei die feste Position Kiews.

    Schmatko teilte ferner mit, dass Russland und die Ukraine die vertraglichen Gasmengen für 2010 in nächster Zeit abstimmen werden. "Ich bin davon überzeugt, dass die ukrainischen Kollegen daran interessiert sind, das so schnell wie möglich zu machen", sagte der Minister in einer Stellungnahme zu den Gasgesprächen zwischen Putin und Timoschenko. Am Donnerstag hatten die beiden Regierungschefs vereinbart, die in den Gasverträgen vom Januar dieses Jahres festgeschriebenen Gasmengen zu reduzieren. Dabei versicherte Putin ein weiteres Mal, dass Russland von der Ukraine 2009 keine Strafen dafür verlangen wird, dass Kiew die vereinbarten Gasmengen nicht abgenommen hat. Den Verträgen zwischen Moskau und Kiew liegt das Prinzip "take or pay" zu Grunde.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren