15:31 16 Dezember 2017
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    Einstieg Kroatiens in South-Stream-Gasprojekt macht Bau von Abzweigung erforderlich

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    Der (mögliche) Einstieg Kroatiens in das Gasprojekt South Stream wird den Bau einer Abzweigung von Serbien oder Slowenien erforderlich machen.

    MOSKAU, 15. Dezember (RIA Novosti). Der (mögliche) Einstieg Kroatiens in das Gasprojekt South Stream wird den Bau einer Abzweigung von Serbien oder Slowenien erforderlich machen.

    Das teilte der Vorstandsvorsitzende des russischen Gasmonopolisten Gazprom, Alexej Miller, am Dienstag Journalisten in Moskau mit. "Kroatien bekundet Interesse an dem Projekt. Gegenwärtig wird die Möglichkeit geprüft, eine Abzweigung (nach Kroatien) zu bauen." Miller zufolge wäre logisch, dieses Verbindungsstück von Serbien aus zu verlegen. Andererseits werde Kroatien auch über Slowenien mit Gas beliefert. Die endgültige Variante sei noch nicht bestimmt, sagte der Gazprom-Chef.

    Über die Gaspipeline South Stream zwischen Russland und Italien soll Südeuropa mit Erdgas versorgt werden. Das Projekt im voraussichtlichen Gesamtwert von 25 Milliarden Euro wird von Gazprom und dem italienischen Energieversorger Eni realisiert. Vor kurzem wurde der Einstieg des französischen Energiekonzerns Electricite de France (EdF) vereinbart.

    Die ersten Lieferungen sind für 2013 geplant. Ein 900 Kilometer langer Teil der Leitung - zwischen der russischen und der bulgarischen Schwarzmeerküste - wird auf dem Meeresgrund verlegt. Dabei beträgt die maximale Tiefe mehr als 2000 Meter. Die geplante Durchsatzkapazität der Pipeline beträgt 63 Milliarden Kubikmeter im Jahr. Die Pipeline soll die Abhängigkeit von Transitländern, vor allem von der Ukraine und der Türkei, verringern.

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