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    Kreml-Strategie: CO2-Reduktion nicht auf Kosten der Wirtschaft

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    Klimakonferenz in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen (44)
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    Um mögliche Auswirkungen des Klimawandels vorwegzunehmen, hat Präsident Dmitri Medwedew eine nationale Klimadoktrin besiegelt. Russland will keine Verpflichtungen zur CO2-Reduktion übernehmen, die seiner Wirtschaft schaden würden.

    MOSKAU, 17. Dezember (RIA Novosti). Um mögliche Auswirkungen des Klimawandels vorwegzunehmen, hat Präsident Dmitri Medwedew eine nationale Klimadoktrin besiegelt. Russland will keine Verpflichtungen zur CO2-Reduktion übernehmen, die seiner Wirtschaft schaden würden.

    Die neue Doktrin analysiere mögliche Konsequenzen der Klimaerwärmung für Russland, erklärte Medwedews Berater Arkadi Dworkowitsch am Donnerstag auf einer RIA-Novosti-Pressekonferenz. Vor allem sei diese Analyse für den russischen Norden von Bedeutung.

    „Der Klimawandel kann die Effizienz einiger Wirtschaftsbranchen wie Landwirtschaft und Holzindustrie wesentlich beeinflussen“, sagte Dworkowitsch.

    Auch die aus dem Klimawandel resultierende Klimapolitik werde sich offenbar insbesondere auf die russische Energiewirtschaft auswirken. Wenn die Welt neuen CO2-Einschränkungen zustimme, werde sich das als eine Art „Steuer“ auf die russische Öl-, Gas- und Kohlenproduktion entpuppen.

    Vom Kopenhagener Klimagipfel habe sich Moskau ursprünglich ein neues Rahmenabkommen erhofft. Angesichts der aktuellen Differenzen werde aber auch ein Aktionsplan für die nächsten Monate ein Erfolg sein. Russland strebe zwar eine Vereinbarung über die Verpflichtungen aller Länder an, bestehe aber nicht darauf, dass man diese Vereinbarungen streng einheitlich als Prozentanteile der CO2-Reduktion formuliere: „Die Formulierungen können verschieden sein“.

    „Russland wird keine Verpflichtungen übernehmen, die das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen werden“, betonte Dworkowitsch.

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