06:33 21 Februar 2018
SNA Radio
    Wirtschaft

    Medwedew in Turkmenien: Hauptthema Gaslieferungen

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Russlands Präsident Dmitri Medwedew ist am späten Montagabend in Turkmenien eingetroffen.

    ASCHCHABAD, 22. Dezember (RIA Novosti). Russlands Präsident Dmitri Medwedew ist am späten Montagabend in Turkmenien eingetroffen.

    In der Hauptstadt Aschchabad wird er mit seinem Amtskollegen Gurbanguly Berdymuchamedow über die Zusammenarbeit im Brennstoff- und Energiebereich verhandeln und an der Eröffnung einer russischsprachigen Schule teilnehmen.

    Wie RIA Novosti zuvor im Kreml erfuhr, wird Russlands Staatschef auch eine Reihe von internationalen Fragen anschneiden, unter anderem die Lage in Afghanistan und das Zusammenwirken der Anrainer des Kaspischen Meeres.

    Nach Angaben des Kreml-Sprechers werden die Präsidenten außerdem "über eine Koordinierung bei solchen aktuellen Themen sprechen wie der Kampf gegen den internationalen Terror und den Rauschgiftschmuggel wie auch gegen die transnationale organisierte Kriminalität".

    "Besondere Aufmerksamkeit wird der russischen Initiative zur Konzipierung eines europäischen Sicherheitsvertrags, der Situation in Afghanistan sowie der Zusammenarbeit im Rahmen der GUS und der Kaspisee-Anrainer gelten", hieß es.

    Im Mittelpunkt der Verhandlungen wird die Zusammenarbeit in der Brennstoff- und Energiewirtschaft stehen. Die turkmenischen Gaslieferungen an Russland wurden infolge einer Havarie auf dem turkmenischen Pipeline-Abschnitt im April 2009 abgebrochen. Bis dahin lieferte Turkmenien rund 50 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr an den russischen Konzern Gazprom, was mehr als zwei Drittel der gesamten turkmenischen Fördermenge ausmacht.

    Bei den Verhandlungen mit Medwedew im September betonte Berdymuchamedow, dass alle Fragen, die mit der Wiederaufnahme der Gaslieferungen an Russland geregelt sind. Das Unternehmen Turkmengas müsse allerdings noch die Überprüfung der Gastransportnetze abschließen, über die Gas nach Russland geliefert wird.

    Im November teilten Gazprom-Vertreter mit, dass die Gaslieferungen aus Turkmenien fortgesetzt werden, sobald die restlichen technischen Fragen geregelt sind.

    Anfang Dezember bestätigte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow, dass Russland weiterhin kein turkmenisches Gas bekommt. Einen eventuellen Termin für die Wiederaufnahme der Lieferungen nannte er nicht.

    Russland ist der größte Handelspartner Turkmeniens: 2008 entfielen auf Russland 39,2 Prozent des turkmenischen Außenhandelsumsatzes, darunter 50,5 Prozent des Exports und 16 Prozent des Imports.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren