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    Dubai World mischt bei größtem Container-Terminal im Fernen Osten mit – „Wedomosti“

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    Der staatseigene Investitionsfonds Dubai World, der die Welt um ein Haar in eine zweite Krise gestürzt hätte, ist Mitinhaber des größten Container-Terminals in Russlands Fernen Osten, berichtet die Zeitung „Wedomosti" am Dienstag.

    MOSKAU, 22. Dezember (RIA Novosti). Der staatseigene Investitionsfonds Dubai World, der die Welt um ein Haar in eine zweite Krise gestürzt hätte, ist Mitinhaber des größten Container-Terminals in Russlands Fernen Osten, berichtet die Zeitung „Wedomosti" am Dienstag.

    Die Regierungskommission für Auslandsinvestitionen hat einer der Firmen des Konglomerats Dubai World erlaubt, 25 Prozent an der Wostotschnaja Stividornaja Kompanija (WSK) zu erwerben. Das teilte der Chef der Kartellamtes, Igor Artemjew, mit.

    Die WSK liegt in Nachodka und ist der größte Container-Terminal im Fernen Osten. Auf ihn würden etwa sieben Prozent des Containerumschlags in den russischen Seehäfen entfallen, so Alexej Besborodow, Marketing-Direktor der Agentur InfraNews. Dieses Jahr soll der Umschlag des Terminals über 180 000 TEU erreichen, was etwa 20 Prozent des Gesamtumschlags der Häfen im Fernen Osten entspricht. (TEU: Twenty-foot Equivalent Units -Zwanzig-Fuß-Container).

    Die Firma Dubai Ports World, die Teil von Dubai World ist, ist bereits jetzt Mitinhaberin der WSK. Ihr gehören 25 Prozent des Unternehmens. Der restliche Anteil gehört Töchtern des russischen Logistikkonzerns N-Trans. Ein Vertreter von N-Trans sagte, dass diese Informationen neu seien, und dass sein Unternehmen den Anteil an WSK nicht verkaufe. Der Deal, den die Kommission für Auslandsinvestitionen gebilligt hat, geschieht innerhalb der Gruppe. Die DP World Holdings (Austria) Ltd. verkauft der niederländischen DP World (POSN) B.V. 25 Prozent des Unternehmens Railfleet Holdings Ltd., dem WSK zu 100 Prozent gehört, sagte ein Vertreter der russischen Kartellbehörde.

    DP World habe den Anteil an WSK geerbt, sagte ein Vertreter von N-Trans. Anfang 2006 hatte Dubai World das Unternehmen Peninsular&Oriental Steam Navigation gekauft, das in 29 Häfen in 18 Ländern, auch in Russland, tätig war. Ihm gehörten 25 Prozent der WSK. Später wurde die Beteiligung der DP World Holdings übergeben. Warum das Unternehmen den formellen Inhaber des WSK-Anteils wechseln musste, wissen die Wettbewerbshüter und N-Trans nicht. Vertreter von Dubai Ports waren nicht erreichbar.

    Dubai World hatte beinahe eine zweite Welle der globalen Finanzkrise losgetreten. Ende November bat der Fonds, die Frist für die Rückzahlung der Schulden bis zum 30. Mai aufzuschieben. Die Schulden des Fonds belaufen sich auf 59 Milliarden US-Dollar. Am selben Tag verlor der europäische Index DJ Stoxx 600 3,3 Prozent und der britische FTSE 100 3,2 Prozent. Dubai World musste den Verkauf seiner Beteiligungen ankündigen. Doch die Einfrierung der Schulden werde die ertragreichen Hafengeschäfte des Fonds nicht beeinflussen, hieß es aus Dubai.

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