14:56 15 Oktober 2018
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    Ratlosigkeit bei Wirtschaftsforum in Davos – „Wedomosti“

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    Angesichts der weltweiten Finanzkrise zieht jedes große Ereignis die Aufmerksamkeit auf sich, bei dem mit Heilmitteln für die Wirtschaft gerechnet wird, berichtet die Zeitung „Wedomosti" am Dienstag.

    MOSKAU, 02. Februar (RIA Novosti). Angesichts der weltweiten Finanzkrise zieht jedes große Ereignis die Aufmerksamkeit auf sich, bei dem mit Heilmitteln für die Wirtschaft gerechnet wird, berichtet die Zeitung „Wedomosti" am Dienstag.

    So war es vor den G20-Gipfeln und auch vor dem Wirtschaftsforum in Davos. Es wird erwartet, dass die Spitzenpolitiker alles erklären und verkünden werden, wie es weiter gehen soll. Dies tritt jedoch nicht ein, was die Welt in Verlegenheit stürzt.

    Es handelt sich anscheinend nicht nur um Investmentbanker, die an allem schuld sind, und eine Krise des Vertrauens. Es gibt noch eine allgemeine Krise der „Neuerungssucht": sowohl in der Wissenschaft als auch im Technologie- und Wirtschaftsbereich. Für Russland ist es einfacher, die Fiskusgelder zu teilen, als neue innovative Betriebe zu schaffen. Im Westen ist es einfacher, „Seifenblasen" zu kreieren und Schuldenpyramiden aufzubauen. Im Osten - fremde Neuheiten nachzuahmen sowie Raubkopien zu produzieren.

    Die Menschen haben sich weltweit anscheinend entspannt. Einen bösen Streich spielte ihnen die Idee vom Ende der Geschichte: Man glaubte daran, dass der höchste Gipfel der Vollkommenheit erreicht worden war und das ideale politische System sowie das ideale Wirtschaftsmodell bereits gefunden worden waren. Als wäre der Gipfel der Evolution erreicht worden und man hätte nun vom intellektuellen Erbe der Vergangenheit profitieren können.

    Man  hatte das Gefühl, dass alles in der Zukunft noch besser sein wird. In Russland glaubte man an ständige Lohnerhöhungen, im Westen daran, dass nur noch die Drittstaaten auf das Niveau der politischen sowie wirtschaftlichen Standards gebracht werden müssen, die im Endspiel der menschlichen Geschichte gewonnen haben. Die östlichen Staaten glaubten ihrerseits daran, dass sie den Nachholbedarf in Bezug auf den Konsum schnell und unvermeidlich aufholen werden.

    Wir sind zu faul. Sogar die Finanzkrise hat der Welt kein intellektuelles Tempo verschafft. Man braucht anscheinend ein unerwartetes Ereignis, damit man glauben kann, dass es sich diesmal nicht um leere Gespräche handelt. Die Geschichte ist jedoch nicht zu Ende, wir empfinden es besonders stark.

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