13:37 29 Juli 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Nord Stream dementiert Berichte über Fernkabel-Verlegung entlang zukünftiger Pipeline

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    Gaspipeline Nord Stream (151)
    0 1 0 0

    Die Nord Stream AG, Betreiber der gleichnamigen Gaspipeline, die vom russischen Wyborg über den Boden der Ostsee bis nach Greifswald verlaufen soll, hat die Medienberichte über eine geplante gleichzeitige Verlegung eines Unterwasser-Fernkabels auf der Pipeline-Route dementiert.

    MOSKAU, 25. Februar (RIA Novosti). Die Nord Stream AG, Betreiber der gleichnamigen Gaspipeline, die vom russischen Wyborg über den Boden der Ostsee bis nach Greifswald verlaufen soll, hat die Medienberichte über eine geplante gleichzeitige Verlegung eines Unterwasser-Fernkabels auf der Pipeline-Route dementiert.

    Laut früheren finnischen Medienberichten soll gleichzeitig mit der Gasleitung Nord Stream, deren Bau im Frühjahr beginnt, auf dem Boden der Ostsee ein neues russisches Fernleitungskabel verlegt werden. Als Folge werde sich der massive Kommunikationsstrom aus Russland über Finnland verringern oder gar totlaufen, hieß es.

    „Eine Kabelverlegung ist nicht geplant. Die von Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Deutschland erteilten Genehmigungen für den Bau der Gaspipeline betreffen nur die Gasleitung Nord Stream“, teilte der Pressedienst des Unternehmens am Donnerstag mit.

    Die Nord Stream AG hatte im Jahr 2009 von allen Ländern, deren Gewässer von der Pipeline durchquert werden sollen, - Dänemark, Schweden, Finnland, Deutschland und Russland - die Zustimmung zu den Bauarbeiten bekommen. Somit ist das Verfahren zur Ausstellung der Genehmigungsdokumente beendet.

    „Die Nord Stream AG weiß von den bestehenden Energie- und Fernleitungskabeln und hat den Bau sämtlicher Kreuzverkabelungen mit den betreffenden Kabeleigentümern abgestimmt“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.

    Das Betreiberunternehmen hatte schon im September 2009 die Informationen über Verhandlungen zur Verlegung eines Stromkabels entlang der Gaspipeline dementiert.

    Die 1220 Kilometer lange Pipeline soll eine Jahreskapazität von 55 Milliarden Kubikmeter haben. Der erste Strang mit einer Kapazität von 27,5 Milliarden Kubikmeter soll im Jahr 2011 in Betrieb genommen werden. Die ersten Lieferungen sind im September 2011 zu erwarten.

    Der Hauptaktionär der Nord Stream AG ist die russische Energieholding Gazprom (51 Prozent). Die deutschen Unternehmen Wintershall Holding und E.ON Ruhrgas besitzen je 20 Prozent und das niederländische Gastransportunternehmen Gasunie neun Prozent der Aktien.

    Themen:
    Gaspipeline Nord Stream (151)
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren