08:47 21 November 2017
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    Wintershall verhandelt mit Gazprom über Einstieg in Gasförderung auf Jamal

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    Die Wintershall Holding GmbH, Deutschlands größter Öl- und Gasproduzent, verhandelt mit dem russischen Energiekonzern Gazprom über eine mögliche Gasförderung auf der sibirischen Jamal-Halbinsel. Diese Gespräche befinden sich allerdings noch in der Anfangsphase.

    KASSEL, 18. März (RIA Novosti). Die Wintershall Holding GmbH, Deutschlands größter Öl- und Gasproduzent, verhandelt mit dem russischen Energiekonzern Gazprom über eine mögliche Gasförderung auf der sibirischen Jamal-Halbinsel. Diese Gespräche befinden sich allerdings noch in der Anfangsphase.

    Das sagte der Vorstandsvorsitzende der BASF-Tochter, Rainer Seele, in einer Pressekonferenz am Donnerstag.

    Wintershall wolle auch alternative Kooperationsmöglichkeiten prüfen, darunter in anderen Regionen Russlands.

    Seele zufolge haben gemeinsame Projekte mit Gazprom in vielem zum wirtschaftlichen Erfolg von Wintershall im vergangenen Jahr beigetragen. Das Juschno-Russkoje Gasfeld sowie das Gemeinschaftsunternehmen Achimgaz hätten zur Energiesicherheit Europas beigetragen.

    Wintershall hat einen Anteil von 35 Prozent am Gasfeld Juschno-Russkoje in Westsibirien, dessen nachgewiesene Reserven schätzungsweise mehr als 600 Milliarden Kubikmeter betragen. Gazprom und Wintershall betreiben zudem gemeinschaftlich das Achimgaz-Projekt, ebenfalls in Westsibirien.

    Dem Vorstandsmitglied von Wintershall Ties Thiessen zufolge plant Wintershall im nächsten Jahr 100 Milliarden Euro in Russland zu investieren.

    Wintershall, mit Sitz in Kassel, ist eine 100-prozentige Tochter der BASF und seit mehr als 75 Jahren auf dem Gebiet der Suche und Förderung von Erdöl und Erdgas aktiv. Der Konzern ist in Europa, Nordafrika, Südamerika sowie in Russland und am Kaspischen Meer tätig.

    Wintershall hält wie auch der deutsche Energiekonzern E.ON Ruhrgas 20 Prozent an der Gasleitung Nord Stream, die russisches Erdgas nach Europa in Umgehung der Ukraine führen soll. 51 Prozent gehören dem russischen Unternehmen Gazprom und die restlichen neun Prozent der niederländischen Gasunie.

     

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