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    China gegen drastische Yuan-Aufwertung

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    Für China ist die Forderung der USA nach einer drastischen Aufwertung der chinesischen Landeswährung unannehmbar. Peking könnte aber zur Politik der kontrollierten Aufwertung des Yuan zurückkehren, die zwischen 2005 und 2008 geführt wurde.

    PEKING, 26. März (RIA Novosti). Für China ist die Forderung der USA nach einer drastischen Aufwertung der chinesischen Landeswährung unannehmbar. Peking könnte aber zur Politik der kontrollierten Aufwertung des Yuan zurückkehren, die zwischen 2005 und 2008 geführt wurde.

    Das berichtete die chinesische Zeitung China Daily unter Berufung auf den Berater des Komitees für Geldpolitik der chinesischen Volksbank Fan Gan.

    "China kann die Politik eines kontrollierbaren schwankenden Wechselkurses einführen", sagte er. Peking werde aber alle Faktoren ernsthaft abwägen, bevor eine derartige Entscheidung getroffen werde. Unter den zu prüfenden Faktoren nannte Gan Chinas internationale Verpflichtungen, mögliche Schäden durch protektionistische Maßnahmen anderer Staaten und sogar einen möglichen Handelskrieg.

    Sollte China den Yuan gegenüber dem US-Dollar auf einmal drastisch aufwerten, würde das den chinesischen Außenhandel stark beeinträchtigen, so dass einige Betriebe zum Beispiel nach Vietnam verlegt werden müssten.

    Dieser Schritt wird Gan zufolge der US-Wirtschaft wenig bringen, aber die USA zu weiteren Forderungen veranlassen. Dabei verwies Gan auf die ähnliche Situation in den amerikanisch-japanischen Beziehungen in den 70er und 80er Jahren.

    Peking hat den Yuan seit Beginn der Weltfinanzkrise im Sommer 2008 wieder an den US-Dollar angekoppelt. Seit Juli 2005 hatte China seine Landeswährung aber konsequent gefestigt, so dass der Yuan innerhalb von drei Jahren gegenüber dem Dollar um 21 Prozent gestiegen ist.

    US-Experten sagen aber, der Yuan sei um etwa 40 Prozent unterbewertet. Washington wirft Peking vor, mit dem Yuan-Wechselkurs zu manipulieren, um den chinesischen Export zu unterstützen, und drohte Peking mit erhöhten Zöllen für chinesische Waren, falls der Yuan nicht aufgewertet werde.

     

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