00:54 25 November 2017
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    Atomenergetik: USA wollen Brennstofflieferungen nach Indien in die Wege leiten

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    Die USA und Indien haben am Montag ein Abkommen über die Verarbeitung von Nuklearmaterialien signiert, das den Weg zur definitiven Abstimmung des bilateralen Vertrages über Atomenergetik freilegen soll.

    MOSKAU, 29. März (RIA Novosti). Die USA und Indien haben am Montag ein Abkommen über die Verarbeitung von Nuklearmaterialien signiert, das den Weg zur definitiven Abstimmung des bilateralen Vertrages über Atomenergetik freilegen soll.

    Das meldet die Agentur France Presse am Montag unter Berufung auf das US-Außenministerium.

    Der definitive Abschluss des Vertrages werde amerikanischen Unternehmen die Teilnahme an dem rasant zunehmenden Sektor der zivilen Atomenergetik Indiens ermöglichen, heißt es in einer Erklärung des US-Außenministeriums.

    Indiens Premier Manmohan Singh und der ehemalige US-Präsident George Bush junior hatten im Jahr 2005 einen bilateralen Vertrag unterzeichnet, nach dessen endgültigem Zustandekommen US-Unternehmen nuklearen Brennstoff für die indischen Atomkraftwerke liefern können. Das Fehlen eines Abkommens über die Verwertung von Nuklearmaterialien stellt noch immer ein Hindernis für den Abschluss der Arbeit am Hauptvertrag dar.

    Die Arbeit an dem Vertrag wird derzeit auch dadurch behindert, dass das indische Parlament das zum Vertrag gehörende Gesetz über die eingeschränkte Haftung der US-Seite für eventuelle Zwischenfälle bei der Verwendung von importiertem Brennstoff noch nicht erörtert hat.

    Der Umfang des indischen Atomenergiemarktes wird von indischen Fachleuten und Beamten auf 150 Milliarden US-Dollar geschätzt.