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    Bau der Ostssee-Pipeline: Verlegeschiff in der Region eingetroffen

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    Ostsee-Gaspipeline (32)
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    Die Vorbereitungen auf den Bau der Ostsee-Pipeline (Nord Stream) gehen weiter: Am Dienstag ist das Rohr-Verlegeschiff Castoro 6 vor der schwedischen Insel Gotland vor Anker gegangen, wo Anfang April die Bauarbeiten beginnen sollen.

    MOSKAU, 30. März (RIA Novosti). Die Vorbereitungen auf den Bau der Ostsee-Pipeline (Nord Stream) gehen weiter: Am Dienstag ist das Rohr-Verlegeschiff Castoro 6 vor der schwedischen Insel Gotland vor Anker gegangen, wo Anfang April die Bauarbeiten beginnen sollen.

    Wie der Projektbetreiber Nord Stream AG mitteilte, befindet sich das Schiff rund 675 km vom Startpunkt der Pipeline nahe Wyborg in Russland und 550 km vom Anlandepunkt in Lubmin bei Greifswald entfernt.

    Nachdem die technischen Anlagen der Castoro 6 überprüft und die Besatzung des Schiffes mit dem Hubschrauber eingeflogen seien, würden im schwedischen Hoheitsgewässer die Verlegearbeiten für die Erdgasleitung beginnen, hieß es.

    Täglich sollen rund 2,5 km Leitung verlegt werden. Jeder 1224 km lange Strang wird aus 100.000 Stahlrohren bestehen, die mit einem Betonmantel umhüllt und jeweils 25 Tonnen schwer sind.

    Im Jahr 2011 soll erstmals Erdgas durch die Leitung nach Europa strömen. Nach der Fertigstellung des zweiten Stranges im Jahr 2012 wird die Pipeline 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr transportieren. Laut der Nord Stream AG reicht das aus, um 26 Millionen europäische Haushalte zu versorgen.

    Die Ostsee-Pipeline (Nord Stream) soll von der russischen Portowaja-Bucht nahe Wyborg an der Grenze zu Finnland bis nach Greifswald an der deutschen Ostseeküste gebaut werden und durch die Hoheitsgewässer von Finnland, Schweden und Dänemark führen. Die Rohrleitung soll erstmals Direktlieferungen von russischem Erdgas nach Westeuropa ermöglichen und die Abhängigkeit von den Transitstaaten verringern.

    Am Projekt sind neben dem russischen Staatskonzern Gazprom (51 Prozent, auch die deutschen Unternehmen Wintershall Holding und E.ON Ruhrgas mit jeweils 20 Prozent sowie Gasunie mit neun Prozent beteiligt. Zudem will der französische Energiekonzern GDF Suez mit neun Prozent beim Projekt einsteigen.

     

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