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    China erwartet erstmals seit 17 Jahren Außenhandelsdefizit - Societe Generale

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    China soll in diesem Jahr laut Prognose der Bank Societe Generale erstmals seit 17 Jahren mit einem Außenhandelsdefizit schließen und deshalb künftig weniger US-Staatsanleihen (US Treasuries) kaufen.

    PEKING, 31. März (RIA Novosti). China soll in diesem Jahr laut Prognose der Bank Societe Generale erstmals seit 17 Jahren mit einem Außenhandelsdefizit schließen und deshalb künftig weniger US-Staatsanleihen (US Treasuries) kaufen.

    In diesem Jahr werden die chinesischen Importe voraussichtlich um 45 Prozent wachsen und die Exporte 100 Milliarden US-Dollar übersteigen, sagte Glenn Maguire, Chef-Wirtschaftsexperte für die Asiatisch-Pazifische Region der Societe Generale, in einem Interview für Bloomberg.

    Da sich die Weltwirtschaft nur langsam von der Krise erhole, wachsen die chinesischen Importe schneller als die Nachfrage nach chinesischen Waren in der Welt, sagte der Experte. Deshalb dürfte China auch 2011 auf eine Außenhandelslücke stoßen.

    Bislang hat der seit Jahren anhaltende Außenhandelsüberschuss die chinesischen Währungsreserven kräftig nach oben getrieben, die zum Teil in US-amerikanische Staatsanleihen investiert wurden.

    Nun würden die Chinesen die Käufe der US Treasuries drosseln müssen, was diese Papiere einträglicher machen solle, sagte Maguire. Beträgt die Rendite der zehnjährigen Anleihen derzeit 3,86 Prozent, so soll sie dem Experten zufolge schon zum März auf 4,75 Prozent steigen.

    Der chinesische Handelsminister Chen Deming hatte vergangene Woche angekündigt, dass China im März erstmals seit Mai 2004 ein Außenhandelsdefizit verzeichnen werde. Laut Medienberichten wird der Importüberschuss in diesem Monat auf acht Milliarden US-Dollar geschätzt.

     

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