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    Russland stellt mehr Haushaltsmittel für neue Arbeitsplätze im Nordkaukasus bereit

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    Russlands Regierung will 2010 umgerechnet 215,5 Millionen Euro - um 13 Prozent mehr als im Vorjahr - für die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Nordkaukasus bereitstellen.

    JESSENTUKI, 15. April (RIA Novosti). Russlands Regierung will 2010 umgerechnet 215,5 Millionen Euro - um 13 Prozent mehr als im Vorjahr - für die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Nordkaukasus bereitstellen.

    Nach der Methode der Internationalen Arbeitsorganisation sind heute fast 20 Prozent der Einwohner der Region (rund 820 000 Nordkaukasier) arbeitslos.

    2009 wurden mehr als 7,5 Milliarden Rubel für das Anti-Krisen-Programm in dieser Region bereitgestellt, 2010 sollen es mehr als 8,5 Milliarden Rubel (umgerechnet 215,571 Millionen Euro) sein, teilte Alexander Chloponin, Bevollmächtigter des russischen Präsidenten im Nordkaukasus, am Donnerstag in einer Beratung im Kurort Jessentuki mit.

    Chloponin verwies darauf, dass angesichts des Wirtschaftswachstums in Russland die staatliche Finanzierung der Anti-Krisen-Programme im Großen und Ganzen zurückgehe. Für den Föderalbezirk Nordkaukasus werden jedoch größere Haushaltsausgaben vorgesehen.

    Die Spezifik dieser Region bestehe darin, dass hier die Bevölkerungsdichte und die Geburtenzahl sehr hoch seien, teilte der Vizeminister für Gesundheitswesen und Soziales, Maxim Topilin, mit.

    "Die Bevölkerungsdichte ist hier achtmal so groß wie im Landesdurchschnitt, und die Geburtenzahl beträgt im Durchschnitt 17,1 pro eintausend Einwohner gegenüber 12,4 pro eintausend Einwohner in Russland insgesamt", sagte Topilin in der heutigen Konferenz.

    Somit entstehe eine paradoxe Situation: Einerseits setzt Russland umfangreiche Programme um, um die Geburtenhäufigkeit im Lande zu erhöhen, andererseits trägt der objektive Vorteil der Region in diesem Bereich zur Arbeitslosigkeit im Nordkaukasus bei.

    Es gelte, ein effektives System aufzubauen, um die entstandene Situation zu verändern.