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    USA wollen Turkmenien in Energiekorridor Süd einbeziehen - kein Platz für Iran

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    Die USA würden die Teilnahme Turkmeniens am Projekt des Südlichen Energiekorridors nur begrüßen.

    ASCHCHABAD, 15. April (RIA Novosti). Die USA würden die Teilnahme Turkmeniens am Projekt des Südlichen Energiekorridors nur begrüßen.

    Das sagte Energieexperte Daniel Stein vom US-Außenministerium am Donnerstag auf dem Internationalen Gaskongress in der turkmenischen Hauptstadt Aschchabad. Der Südliche Korridor, inklusive der künftigen Pipeline Nabucco, habe zum Ziel, Erdgas aus dem Raum des Kaspischen Meeres nach Europa zu pumpen. Dabei schloss der US-Amerikaner einen Einstieg des Iran in das Projekt völlig aus.

    "Die USA unterstützen sowohl Europa bei seinen Versuchen, das Problem der Energiesicherheit zu lösen, als auch die kaukasischen und die zentralasiatischen Länder in ihrem Bestreben, neue Märkte für ihre Energieträger zu erschließen", fuhr Stein fort. Der Südliche Korridor könnte den Ländern im Kaukasus und in Zentralasien nach seinen Worten kommerziellen Nutzen bringen und eine langfristige Kooperation anbahnen, die sich auf gemeinsame Interessen mit Europa gründen würde.

    Aber dafür müssten die beteiligten Länder kommerziell vernüftige bilaterale Abkommen über die Bedingungen schließen, zu denen das Erdgas geliefert werde. Stein zeigte sich enttäuscht darüber, dass es der Türkei und Aserbaidschan bislang nicht gelungen ist, sich auf den Kauf und Transit von Erdgas vom aserbaidschanischen Feld Schach-Denis zu einigen. Der US-Diplomat rief die beiden Länder auf, schnellstmöglich eine Lösung zu finden, damit die anderen Teilnehmer das Vertrauen in die Idee des Südlichen Energiekorridors nicht verlören.

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