13:13 23 September 2017
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    Russland will Getreideüberschuss mit Dumping-Preisen loswerden - „Rossijskaja Gaseta"

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    Nach Angaben des Präsidenten des russischen Getreideverbandes, Arkadi Slotschewski, wird Russland im kommenden Jahr gezwungen sein, die Getreideexporte anzukurbeln, berichtet die Zeitung „Rossijskaja Gaseta" am Dienstag.

    MOSKAU, 18. Mai (RIA Novosti). Nach Angaben des Präsidenten des russischen Getreideverbandes, Arkadi Slotschewski, wird Russland im kommenden Jahr gezwungen sein, die Getreideexporte anzukurbeln, berichtet die Zeitung „Rossijskaja Gaseta" am Dienstag.

    Die Ernte wird im laufenden Jahr wieder 95 bis 97 Millionen Tonnen betragen. Das ist viel höher als die Inlandsnachfrage. Es gibt keinen anderen Weg außer Export des Getreides.

    Das Agrarministerium will Situation verbessern, indem es die Getreidesaatflächen verkleinern und die Mais- und Sojasaaten ausbauen will. Die Agrarbetriebe haben erst nach der Herbstsaat ein Signal vom Ministerium erhalten. Im Herbst wurden rekordgroße Flächen mit Getreide besät. Slotschewski vermutet, dass die russischen Produzenten bei gutem Wetter 100 Millionen Tonnen Getreide einfahren können. Dann wird der Überschuss auf dem Markt riesig sein.

    Auf dem Weltmarkt erwartet das russische Getreide ein harter Konkurrenzkampf. Weltweit wird zwar immer weniger Getreide gesät, doch auch die Nachfrage sinkt. Das globale Handelsvolumen ist von 143 auf 126 Millionen Tonnen gefallen. Schuld daran ist die Krise und die gute Ernte in den Ländern, die traditionell Getreide kaufen.

    Um den Getreideüberschuss dennoch zu verkaufen und die Hersteller nicht Pleite gehen zu lassen, schlägt der russische Getreideverband dem Staat vor, die Exporte zu subventionieren. Kasachstan zahlt bereits 20 Dollar je Tonne, die aus dem Land durch Russland exportiert wird, und 40 Dollar je Tonne, die durch China exportiert wird.

    Es ist notwendig, neue Verkaufsmengen auf dem Weltmarkt zu gewinnen, und das einzige wirksame Instrument dafür ist Dumping. Vertreter des Getreideverbandes sind der Meinung, dass die Getreidepreise fallen werden, wenn das Getreide von der August-Ernte auf den Markt kommt. Deswegen wird die Zahl der gewinnbringenden Wirtschaften fallen.

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