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    Russlands drittgrößter Ölkonzern TNK-BP muss hohe Geldstrafe zahlen (Zusammenfassung)

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    Russlands drittgrößter Ölförderer TNK-BP muss wegen Missbrauchs seiner Marktstellung eine Strafe von 1,1 Milliarden Rubel (28,5 Millionen Euro) zahlen.

    MOSKAU, 25. Mai (RIA Novosti). Russlands drittgrößter Ölförderer TNK-BP muss wegen Missbrauchs seiner Marktstellung eine Strafe von 1,1 Milliarden Rubel (28,5 Millionen Euro) zahlen.

    Das teilte die russische Antimonopolbehörde (Kartellamt) am Dienstag in Moskau mit. Dem russisch-britischen Energiekonzern wurde vorgeworfen, 2008 zu hohe Preise für Benzin verlangt zu haben. "Das Höchste Schiedsgericht beschloss, dass TNK-BP die Strafe binnen einem Monat zu zahlen hat", sagte Behördensprecherin Irina Kaschunina.

    Das Kartellamt hatte im Herbst 2008 festgestellt, dass TNK-BP sowie Russlands größter Ölkonzern Rosneft, der zwetgrößte Ölförderer LUKoil und die Öltochter des Gasmonopolisten Gazprom - Gazprom Neft - die Preise für Flug- und Autobenzin sowie für Dieselkraftstoff und Heizöl zu hoch angesetzt hatten.

    TNK-BP war 2003 durch die Fusion der russischen Energiekonzerne TNK, Sidanko und Onako sowie der Aktiva von British Petroleum (BP) in Russland und in der Ukraine gegründet worden. Das Unternehmen fördert Öl in Westsibirien, im Wolga- und im Uralgebiet, in Ostsibirien und auf dem Festlandsockel der fernöstlichen Insel Sachalin. Mit etwas mehr als 70 Millionen Tonnen Öl im Jahr ist TNK-BP der drittgrößte Förderer in Russland (nach Rosneft und LUKoil).

    50 Prozent der Anteile an TNK-BP werden von BP gehalten. 25 Prozent der Aktien sind im Besitz der russischen Alfa-Group des Oligarchen Michail Fridman. Die Unternehmen Renova von Viktor Wekselberg und Access Industries von Leonard Blawatnik kontrollieren jeweils 12,5 Prozent der Anteile.

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