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    Russlands Wirtschaft im Aufwind: Schnelleres Wachstum erwartet - „Quote.ru"

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    Am Mittwoch haben die Vereinten Nationen ihren Ausblick für das Wirtschaftswachstum in diesem und kommenden Jahr vorgelegt, berichtete das Finanzportal „Quote.ru" am Donnerstag.

    MOSKAU, 28. Mai (RIA Novosti). Am Mittwoch haben die Vereinten Nationen ihren Ausblick für das Wirtschaftswachstum in diesem und kommenden Jahr vorgelegt, berichtete das Finanzportal „Quote.ru" am Donnerstag.

    Darin sagen UN-Experten ein Weltwirtschaftswachstum von drei Prozent für 2010 und von 3,2 Prozent für 2011 voraus.

    Im Januar hatten die UN-Ökonomen nur 2,4 Prozent prognostiziert. Demnach soll sich Weltwirtschaft nach einem Rückgang von zwei Prozent im vergangenen Jahr wieder erholen. Dennoch ist das Tempo zu langsam und unterscheidet sich in verschiedenen Ländern. Deswegen kann die globale Wirtschaft die mit der Rezession verbundenen Verluste noch nicht ausgleichen.

    Zudem verbesserte die UNO ihre Prognose über den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Russlands. UN-Experten rechnen für dieses Jahr mit einem Wachstum von 4,3 Prozent. Im kommenden Jahr wird Wachstum von drei Prozent erwartet. Im Januar prognostizierte die UNO einen Anstieg von 2,8 Prozent.

    Vorher hatte die OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) ihre Prognose für das Weltwirtschaftswachstum für 2010 angehoben. Sie rechnet mit einem Zuwachs von 3,4 auf 4,6 Prozent. Die OECD hob ebenfalls ihre Prognose für das BIP-Wachstum Russlands von 4,9 auf 5,5 Prozent an.

    Nach Angaben des russischen Wirtschaftsministeriums stieg das BIP-Wachstum in Russland in den ersten vier Monaten 2010 im Jahresausdruck um 3,5 Prozent an. Dabei machte der Anstieg im ersten Quartal dieses Jahres nur 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Laut Experten des Ministeriums muss die Prognose für das BIP-Wachstum für dieses Jahr auf 4,5 Prozent erhöht werden. Dieser Kennwert liegt unterhalb der Prognosen der UNO und der OECD.

    Wie die meisten Experten betonen, ist die Wiederherstellung der Konsumnachfrage und der Energiepreise der wichtigste Faktor für das Wirtschaftswachstum Russlands. Die Erholung der Weltwirtschaft hänge jedoch direkt mit den staatlichen Stimulierungsprogrammen zusammen, so Experten.

    Laut Denis Barabanow, Chefanalyst der Investmentgesellschaft Grandis Kapital, hängt die neue BIP-Wachstumsprognose für Russland nicht nur mit den steigenden Rohstoffpreisen, die vor allem Anfang des Jahres sichtbar waren, sondern auch mit den jüngsten makroökonomischen Kennziffern. Dies sei vor allem deshalb wichtig, weil die Staatsausgaben nicht mehr erhöht würden und die Anti-Krisen-Unterstützung bereits vorbei sei, so Barabanow.