14:33 26 September 2017
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    Moskau sieht winkenden Pipelinebesitz in Weißrussland gelassen

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    Nachdem Weißrussland das Mehrheitspaket seines Gaspipeline-Netzes Beltransgaz angeboten hat, um russisches Gas dafür billiger zu bekommen, hält sich die Begeisterung in Moskau in Grenzen.

    MOSKAU, 28. Mai (RIA Novosti). Nachdem Weißrussland das Mehrheitspaket seines Gaspipeline-Netzes Beltransgaz angeboten hat, um russisches Gas dafür billiger zu bekommen, hält sich die Begeisterung in Moskau in Grenzen.

    „Diese Investitionen haben heute für Gazprom keinen besonderen wirtschaftlichen Sinn. Vielleicht wird es künftig einen geben“, sagte der russische Vizepremier Igor Setschin am Freitag. Schon für sein aktuelles Aktienpaket habe der russische Energiekonzern zu viel gezahlt, hieß es. Gazprom hält heute 50 Prozent der Anteile an Beltransgaz, das hatte den russischen Energieriesen 2,5 Milliarden US-Dollar gekostet.

    Setschin sagte weiter, im Moment sei es nicht möglich, den Kauf des Mehrheitspakets sowie dessen Wert sachlich zu erörtern, denn Weißrussland habe noch kein offizielles Angebot gemacht.

    Am Donnerstag hatte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko gesagt: „Wenn Russland Gas an Weißrussland zu russischen Binnenpreisen liefern und im Gegenzug das Mehrheitspaket von Beltransgaz bekommen will, habe ich nichts dagegen“. Der russische Energieminister Sergej Schmatko bezeichnete dies als „gutes positives Signal“, das allerdings noch einer eingehenden Erörterung bedürfe.

    Dem weißrussischen Vorschlag war Setschins Mahnung vorausgegangen, Weißrussland müsse das aus Russland gelieferte Gas zum geltenden Vertragspreis bezahlen. Dieser Preis betrage gegenwärtig 169 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter, Weißrussland zahle aber nach eigenem Ermessen nur 150 US-Dollar. Gazprom bezifferte zuvor die weißrussische Schuld für das gelieferte Gas auf 192 Millionen US-Dollar.

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