20:58 25 September 2017
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    Gazprom mahnt: Neue Deals mit Minsk erst nach Schuldentilgung

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    Weißrussland muss seine Verschuldung für das russische Gas komplett tilgen, erst dann sind neue Kooperationsformen möglich, mahnt der russische Energieriese Gazprom mit Blick auf den weißrussischen Vorschlag, Pipeline-Anteile gegen billiges Gas zu tauschen.

    MOSKAU, 28. Mai (RIA Novosti). Weißrussland muss seine Verschuldung für das russische Gas komplett tilgen, erst dann sind neue Kooperationsformen möglich, mahnt der russische Energieriese Gazprom mit Blick auf den weißrussischen Vorschlag, Pipeline-Anteile gegen billiges Gas zu tauschen.

    „Bislang haben wir keine Antwort auf die einfache Frage bekommen: Wann wird die Schuld getilgt? Nach unserer Ansicht müssen unsere weißrussischen Kollegen ihre Verpflichtungen aus dem Vertrag komplett erfüllen - erst dann können Vorschläge zur weiteren Kooperation erörtert werden“, sagte Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow am Freitagabend RIA Novosti.

    Am Donnerstag hatte Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko gesagt, er habe nichts dagegen, wenn Russland die Mehrheit der Anteile am weißrussischen Pipeline-Netz Beltransgaz übernehme und im Gegenzug Gas zu russischen Binnenpreisen an das Anrainerland liefere.

    Dem weißrussischen Vorschlag war die Mahnung des russischen Vizepremiers Igor Setschin vorausgegangen, Weißrussland müsse das aus Russland gelieferte Gas zum geltenden Vertragspreis bezahlen. Dieser Preis betrage gegenwärtig 169 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter, Weißrussland zahle aber nach eigenem Ermessen nur 150 US-Dollar, so Setschin. Nach Angaben von Gazprom könnte die weißrussische Schuld bis Jahresende auf 500 bis 600 Millionen US-Dollar wachsen.

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